Zuletzt gelesenes Buch

student a.d.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Freitag 30. September 2022, 12:54

DIE STUNDE DES TODES 7/10 - Paul Cleave

Eins der schwächeren Cleave-Bücher. Zwar spannend wie eh und je, aber der Plot ist dieses Mal dann doch allzu vorhersehbar.


AUSGEBRANNT - ESCHBACH 7/10

Eigentlich gut, spannend und erstaunlich weitsichtig - z.B. was Deutschlands Abhängigkeit von Russland angeht (der Roman ist von 2007). Nur das Ende ist leider völlig überzogen.


GOTTES WERK & TEUFELS BEITRAG 9/10

Tolles Buch. Erst etwas schwierig reinzukommen, da ich immer erst den Film im Kopf hatte. Hat sich aber schnell gelegt und war einfach toll in die Welt einzutauchen. Und wenn ich das Buch so lese, ist der Film noch höher einzuschätzen als sowieso schon: er schafft es den Roman wundervoll filmisch zum Leben zu erwecken. Film und Buch fühlen sich von Atmosphäre her genau gleich an. Und obwohl der Film viel auslässt, schafft er es dennoch so zu wirken, als würde nichts fehlen.


AMERICAN PSYCHO 8/10

Ein höchstinteressantes Buch. Gerade die ersten 2/3 empfand ich als herausragend, das letzte Drittel dann etwas schwächer. Insgesamt absolut lesenswert.





AUSWERTUNG GELESENE BÜCHER Oktober 2021 - Oktober 2022:
---> 28 gelesene Bücher (zuvor: 24, 36 + 28)
---> Top 5: Kaltblütig 9/10, Gottes Werk & Teufels Beitrag 9/10, Evangeline - von D.W. BUFFA 9/10, Der Donnerstag Mordclub 8,5/10, Unter Verdacht 8,5/10
---> Flop 1: Karwoche 4,5/10

Fazit: Im Grunde ein wirklich gelungenes Romanjahr mit vielen tollen Büchern. Ich freue mich, dass ich ein paar Klassiker abarbeiten konnte und diese auch noch gut waren. So ein richtig krasser Totalausfall war dieses Jahr nicht dabei. Ich scheine eh ein ganz gutes Händchen dafür zu haben meist Bücher zu erwischen, die mir auch wirklich gefallen. Einzig Karwoche von Andreas Föhr war nicht so der Bringer - allgemein muss man sagen, dass seine bayrischen Dorfpolizistenkrimis nicht das allerhöchste Niveau haben und nicht arg spannend oder interessant sind und für mich (gemessen an den Filmen) noch unter den Eberhofer-Krimis liegen. :mrgreen: Meine Nummer 1 des Jahres ist wiederum nicht so einfach, da schwanke ich zwischen KALTBLÜTIG und EVANGELINE.
BEST OF 2021: DEAR EVAN HANSEN, SPIDER-MAN: NO WAY HOME, THE FATHER, SCHACHNOVELLE, MINARI
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Mark_G » Freitag 30. September 2022, 16:50

student a.d. hat geschrieben:
Freitag 30. September 2022, 12:54
GOTTES WERK & TEUFELS BEITRAG 9/10
Gehört für mich zu den vier besten John Irving Büchern - die anderen drei sind THE WORLD ACCORDING TO GARP, HOTEL NEW HAMPSHIRE und A PRAYER FOR OWEN MEANY...
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Freitag 30. September 2022, 22:14

Mark_G hat geschrieben:
Freitag 30. September 2022, 16:50
student a.d. hat geschrieben:
Freitag 30. September 2022, 12:54
GOTTES WERK & TEUFELS BEITRAG 9/10
Gehört für mich zu den vier besten John Irving Büchern - die anderen drei sind THE WORLD ACCORDING TO GARP, HOTEL NEW HAMPSHIRE und A PRAYER FOR OWEN MEANY...
Danke für die Tipps bzw. Hinweise. Sind nun auf meiner "Leseliste" und werden mit der Zeit abgearbeitet. :sonne: :Up:

Wobei ich allerdings zugeben muss, dass mich keines der genannten Bücher von der Story her direkt komplett anspricht. Aber ich vermute mal, dass muss hier nix heißen.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 16. Oktober 2022, 22:20

Mark_G hat geschrieben:
Freitag 30. September 2022, 16:50
student a.d. hat geschrieben:
Freitag 30. September 2022, 12:54
GOTTES WERK & TEUFELS BEITRAG 9/10
Gehört für mich zu den vier besten John Irving Büchern - die anderen drei sind THE WORLD ACCORDING TO GARP, HOTEL NEW HAMPSHIRE und A PRAYER FOR OWEN MEANY...
OWEN MEANY habe ich mir jetzt geholt und wird in der nächsten Zeit gelesen. 8-)
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Mark_G » Montag 17. Oktober 2022, 16:42

student a.d. hat geschrieben:
Sonntag 16. Oktober 2022, 22:20
OWEN MEANY habe ich mir jetzt geholt und wird in der nächsten Zeit gelesen. 8-)
Ein Teil des Buches wurde ja auch verfilmt (als SIMON BIRCH)
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 4. Dezember 2022, 12:36

Arnaldur Indriðason - Eiseskälte (Furðustrandir, 2010) 8,5/10

Ohne Ankündigung ist Kommissar Erlendur in die Ostfjorde gereist, um seiner Vergangenheit willen. Er lässt sich im ehemaligen, längst dem Verfall bestimmten Hof seiner Eltern nieder und ringt mit den Dämonen aus seiner Kindheit. Sein Vater, sein kleinerer Bruder und er begaben damals sich in die Berge, als sie von einem Schneesturm überrascht wurden. Sein Bruder kehrte nie wieder heim. Erlendur trifft auf der Suche nach einer Antwort in den Bergen einen alten Fuchsjäger, der sich an Erlendurs Familientragödie noch gut erinnern kann. Dasselbe gilt auch in einem anderen ebenfalls schon seit Jahrzehnten zurückliegenden Vermisstenfall, der Erlendurs Interesse geweckt hat: In der Besatzungszeit kamen ein Trupp englischer Soldaten in der Nähe von Erlendurs Elternhaus in ein Unwetter, bei dem alle Soldaten tatsächlich gefunden wurden, auch wenn einige nur tot geborgen werden konnten. In etwa zur gleichen Zeit war eine Frau nach Aussagen der Hinterbliebenen ganz in der Nähe der Soldaten wohl ebenfalls in das Unwetter geraten. Sie verwand spurlos, auch ein Leichnam wurde nie gefunden ...

Furðustrandir- "Wunderstrand". Der Titel ist ein Verweis auf eine isländische Saga über die Entdeckung (Nord-) Amerikas, gut 500 Jahre vor Kolumbus. Erlendur kämpft mit seiner eigenen Vergangenheit, durchweg eingebettet durch Rückblenden, die auf den ersten Blick nicht immer als solche erkennbar und manchmal auch schwierig zu lesen sind. Aber glücklicherweise überwiegt der Vermisstenfall der Frau, bei dem Erlendur privat ermittelt und trotz zähem Ringen mit den verbliebenen Personen der Vermissten mehr und mehr ans Tageslicht befördert wird. Ein klassischer Kriminalplot in seiner ganzen Tragödie entwickelt sich und zeigt Erlendur in seinem wohl letzten "Fall" als alternder Kommissar nochmals in all seinen Facetten ...
Kinojahr 2022 (4.12.): B.O. 47,- bei 8 Bes.: NACHNAME (o),SMILE (-),TOP GUN MAVERICK (+),DON'T WORRY (o),SPIDER-MAN:NWH WA (+),JW3 (o),UNCHARTED (o),SCREAM (-) Kinojahr 2021 (2.12.): B.O. 26,50 bei 2 Bes.: DUNE - Imax 3D (+),KEINE ZEIT (+)

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Montag 5. Dezember 2022, 20:23

Arnaldur Indriðason - Nacht über Reykjavík (Reykjavikur naetur, 2012) 7,5/10

Island 1974: Der junge Erlendur Sveinsson ist als erfahrener Streifenpolizist eingesetzt. Der eher nachdenklich wirkende Anfang Dreißiger übernimmt gerne die Nachtschichten, bei denen er im wahrsten Sinne des Wortes die dunkle Seiten der isländischen Hauptstadt kennenlernt: Schwere Einbrüche, häusliche Gewalt in allen Formen, nächtliche Trunkenheit am Steuer und Alkohol- und weitere Gewaltexzesse, auch unter den Obdachlosen der Stadt. Ein ein Jahr alter Todesfall genau dieser Obdachlosen lässt ihn nicht los: Der Mann, mit dem er aus seinen Nachtschichten bereits zu tun hatte, ertrank in einem recht flachen Torfstichteich. Mit ordentlich Promille im Blut. Offensichtlich ein Unfall mit tödlichem Ausgang. Fast zur selben Zeit verschwand eine junge Frau spurlos. Die Ermittlungen der Kollegen verlaufen bisher ins Leere. Erlendur beginnt in beiden Fällen privat zu recherchieren ...

Das "Prequel" braucht ein wenig Zeit um ins Laufen zu kommen. Die Beschreibungen der eigentlichen Nachtschichten des jungen Erlendur sind zwar nicht uninteressant, wiederholen sich aber ab einem gewissen Grad. Die Rückblenden mit Erlendurs Begegnungen mit dem offiziell tödlich verunfallten Obdachlosen lassen den Kriminalplot sachte aber stetig anwachsen. Und natürlich verbindet die beiden Fälle etwas miteinander. Und das löst Indriðason überraschend gut und absolut glaubwürdig. Und Erlendurs erster Einsatz gerät auch nicht zu lange, so dass das relative kurze Werk nach ein paar Startschwierigkeiten flüssig zu Ende zu lesen ist. Das vielleicht größte Pfund des Krimis aber: Erlendurs künftige Wege sind schon gezeichnet, aber der junge Polizist ist noch relativ unverbraucht und nicht durch jahrzehnelange Ermittlungsarbeit geprägt ...
Kinojahr 2022 (4.12.): B.O. 47,- bei 8 Bes.: NACHNAME (o),SMILE (-),TOP GUN MAVERICK (+),DON'T WORRY (o),SPIDER-MAN:NWH WA (+),JW3 (o),UNCHARTED (o),SCREAM (-) Kinojahr 2021 (2.12.): B.O. 26,50 bei 2 Bes.: DUNE - Imax 3D (+),KEINE ZEIT (+)

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Samstag 10. Dezember 2022, 19:34

Arnaldur Indriðason - Tage der Schuld (Kamp Knox, 2014) 8/10

Island 1978: In einem See in der Nähe des städtischen geothermalen Kraftwerks wird der übel zugerichtete Leichnam eines jungen Mannes entdeckt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen isländischen Flugzeugmechaniker handelt, der zuletzt auf der nahegelegenen US-Militärbasis gearbeitet hat. Erlendur, zwischenzeitlich bei der Mordermittlung, und sein Mentor Marian Briem stoßen mit ihren Nachforschungen bei den US-Militärbehörden allerdings auf wenig Gegenliebe. Der Fall scheint politische Dimensionen anzunehmen ... parallel greift Erlendur ein mysteriöses Verschwinden einer Schülerin wieder auf. Es ist ein Cold Case, der ihn seit seiner Zeit als Streifenpolizist nicht mehr loslässt. Das Mädchen war vor 25 Jahren morgens auf dem Weg zur Schule plötzlich verschwunden. Auf Ihrer täglichen Strecke lag ein berüchtiges Getto, das "Camp Knox", ein Barackenviertel, dass damals überwiegend von der isländischen Unterschicht bewohnt wurde ...

Island im Jahr 1978, politisch möglichst neutral, allerdings unter der Iceland Defense Force der Amerikaner militärisch unterstützt. Was das isländische Volk auch spaltet. Nicht wenige Einwohner sind gegen die US-Stützpunkte. Und das bekommt das Duo Briem/Erlendur bei den Ermittlungen auch zu spüren. Die Basen sind meist eine eigene Bubble, bei denen man nur schwer oder überhaupt nicht hineinkommt. Der tote Flugzeugmechsniker scheint langsam auch politische Dimensionen anzunehmen. Was die beiden ausbremst, ohne aber den Kriminalplot zu vernachlässigen. Sehr ausführlich widmet sich auch diesmal Indriðason dem zweiten, inoffiziellen Fall. Die vermisste Schülerin erhält erstaunlich viel Raum, so dass man sich an manchen Stellen wundert, dass Erlendur für den eigentlichen Kriminalfall überhaupt noch Zeit findet. Aber die Twists im letzten Drittel entschädigen für den langen Weg bis dahin ...
Kinojahr 2022 (4.12.): B.O. 47,- bei 8 Bes.: NACHNAME (o),SMILE (-),TOP GUN MAVERICK (+),DON'T WORRY (o),SPIDER-MAN:NWH WA (+),JW3 (o),UNCHARTED (o),SCREAM (-) Kinojahr 2021 (2.12.): B.O. 26,50 bei 2 Bes.: DUNE - Imax 3D (+),KEINE ZEIT (+)

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Donnerstag 15. Dezember 2022, 00:35

@mh207: Ok, die klingen ja doch ganz interessant. :) Vielleicht lege ich dann im kommenden Jahr mit einem zweiten Werk "deines" Autors nach. :Up:


DIE LETZTEN TAGE VON POMPEJI 7,5/10

Nachdem ich auf meiner Italienrundreise erst vor kurzem in Pompeji Halt gemacht habe, bot sich für mich dermaßen an diesen Klassiker der Weltliteratur nachzuholen. Am Anfang war es etwas schwer in das Buch hineinzukommen - was vor allem an dem ungewohnten Schreibstil gelegen haben dürfte. Das Buch hat schließlich schon 188 Jahre auf dem Buckel. Als ich mich aber an den Stil gewöhnt hatte, war das Buch sehr lehrreich, interessant und durchaus spannend.


DIE OPTIMIERUNGSFALLE - NIDA-RÜMELIN 6/10

Hatte ich von einem Freund zu Geburtstag bekommen, da ich philosophisch interessiert bin.

Insgesamt schon recht nett mit einigen interessanten Erkenntnissen. Aber an einigen Stellen viel zu auschweifend/schwafelig und vor allem: zu selbstverliebt. Denn in gefühlt der Hälfte der Zitate zitiert Nida-Rümelin sich selbst aus einem anderen Buch von ihm - eine Sache, die im Normalfall ja nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit eines Autors beiträgt.


FRANKIE MACHINE 7,5/10

Spannend und flott, aber nicht nervenzerreißend.


DIE GERECHTE - PETER SWANSON 8/10

Spannendes Buch, welches an überraschenden Wendungen absolut hält was es verspricht, ohne weiter hergeholt zu sein. Insbesondere der erste Plottwist ist der Hammer und kommt völlig unerwartet.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Manni Sch. » Donnerstag 5. Januar 2023, 08:40

@Student a.d.: Frankie Machine habe ich auch gelesen. Ich mag die Bücher von Don Winslow, insbesondere die Kartell-Trilogie (Tage der Toten, Das Kartell, Jahre des Jägers) habe ich mit Begeisterung gelesen. Dadurch hat man die Verwicklungen der Drogenkartelle mit der Politik und dem Militär und die oftmalige Ideen- und Hilflosigkeit im Kampf gegen die Drogen erst richtig verstanden.

Im letzten Teil (Jahre des Jägers) gab es auch einige nicht sonderlich versteckte Spitzen gegen Trump und seinen Clan.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Manni Sch. » Donnerstag 5. Januar 2023, 09:26

Da ich auch viel lese, möchte ich hier jetzt auch häufiger meine Leseerfahrungen teilen. ich bewege mich jedoch eher im Bereich Belletristik und Jugendbuch. Sonderlich anspruchsvolle Romane sind nicht meins.

Zuletzt (seit ca. September) habe ich folgende Bücher gelesen:

Hank Green - Ein wirklich erstaunliches Ding - 8,5/10

Jugendroman von dem Sohn des Kings of Coming-of-Ages-Büchern John Green (Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Margo's Spuren, Eine wie Alaska usw.). Die Geschichte wird aus der Sicht einer jungen Frau in der Gegenwart erzählt, die auch online aktiv ist. Auf einmal taucht in New York (und zeitgleich auch überall auf der Welt) eine Roboter-Skulptur auf. Zufälligerweise ist die Protagonistin die erste, die das postet. Der Post geht viral und sie wird damit zu einer öffentlichen Person und muss mit den Folgen und auch der Verantwortung der internationalen Bekanntheit klarkommen.

Rebecca Gablé - Das Drachenbanner - 9/10

Ich bin ein großer Fan der historischen Romane von Gablé, die überwiegend in England spielen. Dieser Roman ist der aktuelle Teil der Waringham-Saga, die damals mit der Nacherzählung der Rosenkriege begonnen hat, dann über Heinrich VIII und Elizabeth I wieder zurück in die frühere Vergangenheit von England gegangen und bei Richard Löwenherz und König John "Ohneland" (dem Bösewicht aus den Robin Hood-Filmen) wieder eingesetzt hat. Dieser Roman spielt zur Zeit von König Henry III, dem Sohn von König John. Die Geschichte beginnt 1238.
Interessant ist, dass hier zwei parallele Erzählstränge genutzt werden. Die erste dreht sich um eine junge Frau, die als Waringham adelig ist und im Laufe der Geschichte an den Hof der Schwester des Königs geht. Ihr Milchbruder, der am gleichen Tag wie sie geboren ist und dessen Mutter ihre Amme ist, ist ein Leibeigener (man könnte angesichts der Rechtlosigkeit auch fast von Sklaven sprechen). Für mich einer der besten Romane von Gablé.

Das Lied der Krähen und Das Geld der Krähen von Leigh Bardugo - 7,5/10

Zwei zusammenhängende Fantasy-Romane, die in der Welt der Grisha (hier gibt es die Grisha-Trilogie) spielen. Die Grisha-Trilogie ist übrigens auch schon zu einer Serie für Netflix (Shadow And Bone) verarbeitet worden. In den Büchern spielen mehrere Nebencharaktere aus der Trilogie die Hauptrollen. Der erste Teil ist ein Heist-Roman, wo mehrere Personen einen großen Raub planen und ausführen. Der zweite Teil beschreibt die Folgen, als wie wieder zurück kommen. Sehr spannend.

Rebecca Gablé - Hiobs Brüder - 6/10

Ein älterer Roman der Autorin, noch aus den 90er Jahren. Ist der zweite Teil der Helmsby-Reihe. Teil 1 handelte von William dem Eroberer, dieser hier spielt etwa zwei Generationen später, als ein König und eine Kaiserin sich um den Thron von England streiten und Anarchie im Land herrscht. Die Hauptfigur hat ihr Gedächtnis verloren und lebt - ausgesetzt von Mönchen - auf einer abgeschiedenen Insel mit weiteren psychisch beeinträchtigten Menschen, die nicht in das Weltbild der damaligen Zeit passten. Sie entkommen und müssen sich in den Kriegswirren zurecht finden. Die erste Hälfte ist ziemlich zäh, danach wird es besser. Ein eher schwacher Roman der Autorin.

Kerstin Gier - Wolkenschloss - 8/10

Ein Jugendroman von der bekannten Autorin, die auch für die Edelstein-Trilogie verantwortlich ist, die verfilmt wurde: Rubinrot, Smaragdgrün und Saphirblau.

Die Protagonistin ist Fanny, eine 17-jährige deutsche Teenagerin, die die Schule abgebrochen hat und seit drei Monaten in einem Nobelhotel in den Schweizer Alpen als Praktikantin tätig ist. Die Geschichte spielt über die Weihnachtsfeiertage bis Neujahr, also passend für die Jahreszeit. Am Anfang steht sie draußen vor dem Hotel im Tiefschnee, hat ein teures Collier umgehängt, das ihr nicht gehört, ein Kind auf dem Arm, das nicht von ihr ist und hat eine Schusswunde an der Schulter. Danach wird dann erzählt, wie ihr Leben in dem Hotel abläuft, welche Gäste über die Feiertage im Hotel wohnen und wie es zu der Situation gekommen ist, in der sie sich befindet. Es ist in Ich-Form geschrieben und war richtig gut zu lesen. Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre, hat mich das Buch gut unterhalten.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Samstag 21. Januar 2023, 22:58

DIE TAUBE 9/10

Kurz und bündig. Kein Wort zu viel, aber auch kein Wort zu wenig. Stark.


TREJO 9/10

Geniale Biografie. Wirklich nicht beschönigend, aber auch nicht plakativ. Danny Trejo steht zu seinen Fehlern und das er sehr, sehr lange ein sehr, sehr mieses Arschloch war, aber auch sagt: daran kann ich nichts mehr ändern. Man hat auf jeden Fall jetzt eine viel bessere Idee vom Wesen seiner Person, was ihn prägte und was ihm wichtig ist. Seine krasse Nähe zu Gott war mir neu.


DER TAUSCH 7/10

Gutes, schnell zu lesendes und grundspannedes Buch. Aber so nervenkitzelmäßig wie erhofft war es nicht, das Ende enttäuscht und Storyaufbau hätte ich mir anders vorgestellt.


PAUL NEWMAN: DAS AUßERGEWÖHNLICHE LEBEN EINES GANZ NORMALEN MANNES 7/10

Keine ganz klassische Autobiografie. Vielmehr hatte Paul Newman in den 1980er-Jahren ein Projekt gestartet, indem er Aufzeichnungen und Gedanken zu allen möglichen Dingen notierte. Das ist aber ewig liegen geblieben und nie zustande gekommen, bis dann vor relativ kurzem die Aufzeichnungen wiedergefunden und nun in diesem Buch aufbereitet wurden. Gewährt interessante Einblicke in die Gedankengänge von Newman, aber aufgrund der Natur des Augangmaterials wirkt das Buch teilweise ein wenig unstrukturiert. Dennoch grundlegend interessant.
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