Oscars 2021 (No. 94)

Lola, Bär, Palme oder Löwe...
Lativ
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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Lativ » Sonntag 10. April 2022, 01:28

@Invincible1958

Es ist ja wie es ist, alles eine Frage des Geschmacks. 'Bohemian Rhapsody' würde ich behaupten ist zum Großteil eine Biographie über Queen als Band, und nicht die einzelnen Mitglieder was sie schon von anderen unterscheidet und deshalb vielleicht bei vereinzelten Leuten zur Enttäuschung führte. Sie hat mir persönlich sehr gut gefallen denn sie hat mich durchweg ausgezeichnet Unterhalten und auch gefesselt und zum Schluss Emotional getroffen als abzusehen war das ihm nur noch wenig zeit bleibt, da blieben die Augen nicht Trocken. Dieser letzte LiveAid Auftritt, unweigerlich gehst du da mit, diese paar Minuten auf der Bühne lebst du intensiv. Insbesondere auf der großen Kinoleinwand mit der entsprechenden Soundanlage.

'Rocketman' kann ich noch nicht beurteilen.

Übrigens, ich bin weder...Großes Wort... 'Fan' von einem, noch den anderen, musikalisch aber ein gewissermaßen Sympathisant, und dennoch hat mir Freddy's Bio. gefallen.
Nebenbei: Ein Fan bedeutet für mich, ich habe die Wand voller Poster, meine Bettwäsche dementsprechend, ein oder mehrere Tattoo's, und wenn ich Nachts davon Träume ein Teil seines, oder ihres Lebens zu sein, und jeden zur seite dränge wenn es darum geht King of Ticketschalter zu sein.

Und was 'Ali' betrifft, ich denke Biographien über Sportler sind generell nicht ganz einfach zu Verkaufen, frag mich nicht wieso. Könnte mir denken Musiker begleiten einen länger, oft von der Kindheit an, mit wie erwähnt Postern, div. Konzertbesuchen, die Videos usw. und einen Sportler siehste im TV und danach Zapp. Ne Goldmedaile bei Olympia, die Frech,US,Australien Open, Wimbledon, Rennsieg, und das war es dann. Wenn dann dazu der Sportler schon X-Jahre nicht mehr Aktiv ist und der Jüngeren Generation der bezug dazu fehlt und sie ihn nur aus der Medienberichterstattung kennen bleiben die Einnahmen bescheiden.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Invincible1958 » Sonntag 10. April 2022, 12:39

Lativ hat geschrieben:
Sonntag 10. April 2022, 01:28
Und was 'Ali' betrifft, ich denke Biographien über Sportler sind generell nicht ganz einfach zu Verkaufen, frag mich nicht wieso. Könnte mir denken Musiker begleiten einen länger, oft von der Kindheit an, mit wie erwähnt Postern, div. Konzertbesuchen, die Videos usw. und einen Sportler siehste im TV und danach Zapp. Ne Goldmedaile bei Olympia, die Frech,US,Australien Open, Wimbledon, Rennsieg, und das war es dann. Wenn dann dazu der Sportler schon X-Jahre nicht mehr Aktiv ist und der Jüngeren Generation der bezug dazu fehlt und sie ihn nur aus der Medienberichterstattung kennen bleiben die Einnahmen bescheiden.
Dann hast Du mich nicht richtig verstanden.

Es geht bei "Ali" nicht um Sport.
Muhammad Ali war mehr als ein Sportler.

Bei einem Film über Nelson Mandela würde ich auch nicht sagen, das sei ein Film über einen Politiker.

Und so kannst Du Tennis bei "King Richard" auch gegen jede mögliche andere Art es aus dem "Ghetto" zu schaffen austauschen.

Ich habe das Gefühl bei "Ali", "Rush" oder auch "King Richard" mehr über die Menschen zu erfahren, während ich bei "Bohemian Rhapsody" das sehe, was ich sowieso schon kenne und weiß.

Das schmälert nicht den Erfolg, sondern erklärt ihn vielleicht?
Viele Leute wollen im Kino schon vorher wissen was sie erwartet.
Und BR liefert meinem Empfinden nach genau das, während die anderen Filme andere Ansätze verfolgen.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Lativ » Sonntag 10. April 2022, 16:10

@Invincible1958

Ja ich weiß, eine Ikone, wie 'Senna', 'Owens' und 'Pele' und dennoch Sportler und Menschen und keine Götter.

Mandela ist schwer vergleichbar, er kämpfte für Freiheit und wurde vom Häftling zum Präsidenten Südafrikas und ein Symbol, das ist schon eine einmalige Geschichte. Vergleichbar noch mit 'Fidel Castro' der vom Rebell zum Präsidenten Kubas wurde und auch ein Altes System stürzte dessen Gegner er war. Nur ist er als Person umstrittener bei dem was er als alternative Installierte.

Es liegt bei BR daran das es Hauptsächlich um 'Queen' ging, natürlich war über die Gruppe vorab schon ein großteil bekannt im Gegensatz zu den anderen von dir genannten Beispielen.
Was gegen deine These spricht ist das z.b. 'Ray' und 'Walk the Line' zu Hits wurden.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Invincible1958 » Sonntag 10. April 2022, 16:53

Lativ hat geschrieben:
Sonntag 10. April 2022, 16:10
@Invincible1958

Ja ich weiß, eine Ikone, wie 'Senna', 'Owens' und 'Pele' und dennoch Sportler und Menschen und keine Götter.

Mandela ist schwer vergleichbar, er kämpfte für Freiheit und wurde vom Häftling zum Präsidenten Südafrikas und ein Symbol, das ist schon eine einmalige Geschichte.
Genau so eine Ikone ist auch Ali.
Du kannst auch noch Martin Luther King, Malcom X und mit Abstrichen Harry Belafonte in diesen Kreis aufnehmen.
Lativ hat geschrieben:
Sonntag 10. April 2022, 16:10
Es liegt bei BR daran das es Hauptsächlich um 'Queen' ging, natürlich war über die Gruppe vorab schon ein großteil bekannt im Gegensatz zu den anderen von dir genannten Beispielen.
Was gegen deine These spricht ist das z.b. 'Ray' und 'Walk the Line' zu Hits wurden.
"Ray" und "Walk The Line" verfolgen doch den gleichen Weg wie "Bohemian Rhapsody".
DIe Filme zeigen alle wie die große Karriere von Ray Charles, Johnny Cash und Queen durchstartete.
Als Kenner oder Fan kann man förmlich auf bestimmte Momente der Karrieren warten (bzw. auf bestimmte Songs) und man bekommt sie auch geliefert.

"King Richard" endet, bevor Venus oder Serena bekannt wurden.
Da wird kein erster großer Titel gezeigt, auch sonst nichts, was man hätte präsent im Kopf haben können.
In "Rush" geht es um die einmalige Rivalität und daraus entstandene "Freundschaft" zwischen Hunt und Lauda. Die Formel 1 ist zwar der Hintergrund, aber die emotionale Bindung zum Geschehen auf der Leinwand erhält der Zuschauer durch das, was abseits der Strecke passiert.
Und so ist es auch in "Ali". Da geht es um die Bürgerrechtsbewegung, um Rassismus und um Alis Platz in dieser Zeit.

Man kann es vielleicht auch mit verschiedenen Arten von "Superhelden"-Filmen vergleichen:

"Bohemiam Rhapsody", "Ray" oder "Walk The Line" sind eher Batman Begins oder The Dark Knight.
"King Richard" oder "Ali" sind eher "Joker".

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Lativ » Sonntag 10. April 2022, 17:04

@Invincible1958

Ich kann ja nur für mich Sprechen. Ali war für mich immer ein Boxer, um den sich ein Mythos aufgebaut hat , was Spekulation, auch an seiner Hautfarbe zum damaligen Zeitpunkt als er seine Karriere gestartet hat gelegen haben kann. So selbstverständlich war das ja auch nicht zu der zeit das ein dunkelhäutiger Weißen eins auf die Schnauze gibt. Und klar, er war ziemlich gut. ;-)
Aber Symbol ist für mich in dem fall zu weit gegriffen.

Aber im fall von Ray und Cash wird sich hier für den einzelnen Menschen mehr zeit genommen. Das kannst du doch nicht 1:1 vergleichen mit einer Band Bio.

In BR erhält der Zuschauer zumindest einen teil der Emotionalen Bindung durch die Konflikte, sprich auch auf Menschlicher Ebene.

Ich denke wir sollten die Diskussion darüber Fortsetzen wenn ich 'King Richard' auch gesehen habe, du bist so gesehen im vorteil und kannst besser vergleichen.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Lativ » Sonntag 10. April 2022, 17:15

Eins noch.

'The Doors' und 'Jersey Boys' waren Kommerziell keine Hits obwohl Band Bio's.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von GulDukat » Sonntag 10. April 2022, 18:48

Lativ hat geschrieben:
Sonntag 10. April 2022, 17:04
So selbstverständlich war das ja auch nicht zu der zeit das ein dunkelhäutiger Weißen eins auf die Schnauze gibt. Und klar, er war ziemlich gut. ;-)
Aber Symbol ist für mich in dem fall zu weit gegriffen.
ähm, seit Joe Louis 1937 bis Anfang der 80er Jahre gab es nur zwei nicht-dunkelhäutige Schwergewichtsweltmeister (Marciano & Johansson), in den 60er-und 70er-Jahren ausschließlich dunkelhäutige. Bei Ali ging es aber v.a. um das WIE.

Ali hat den Mythos selbst aufgebaut, genau das macht ihn ja so faszinierend als Persönlichkeit auch außerhalb des Rings (und im Ring der einzige Schwergewichtler aller Zeiten, der 3x "undisputed/lineal champion" war). Er ist/war ja nicht umsonst einer der bekanntesten Sportler aller Zeiten.

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Re: Oscars 2021 (No. 94)

Beitrag von Invincible1958 » Montag 11. April 2022, 00:02

GulDukat hat geschrieben:
Sonntag 10. April 2022, 18:48
Ali hat den Mythos selbst aufgebaut, genau das macht ihn ja so faszinierend als Persönlichkeit auch außerhalb des Rings (und im Ring der einzige Schwergewichtler aller Zeiten, der 3x "undisputed/lineal champion" war). Er ist/war ja nicht umsonst einer der bekanntesten Sportler aller Zeiten.
Vor allem seine Persönlichkeit außerhalb des Rings schaffte den Mythos.
Er war und ist ein Mensch, zu dem andere aufschauen. Und zwar nicht wegen seiner sportlichen Erfolge, sondern wegen seines Wesens.

Allein, dass er durch seine Weigerung nach Vietnam in den Krieg zu ziehen in Kauf genommen hat, dass ihm durch den Entzug der Boxlizenz die besten Jahre seines Sportlerlebens weggenommen wurden, haben ihn zum größten Charakter gemacht, den (zumindest) die Sportwelt je gesehen hat.

Genau diese Zeit in den späten 60ern, in der er nicht boxen durfte, war es, die ihn so groß haben werden lassen:
https://youtu.be/hxuqSzE2mB0

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