The X-Files/Akte X (1993-2002/2016-)

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Freitag 8. August 2014, 01:14

3x21 Akte X: Heimsuchung (The X-Files: Avatar)
US-Erstausstrahlung 26. April 1996 / Dt. Erstausstrahlung 20. Februar 1997

Assistant Director Skinner steht kurz vor der Scheidung, zögert jedoch noch die dafür erforderlichen Papiere zu unterschreiben und trinkt darauf in einer Bar seinen Frust weg. Dabei lernt er eine Frau kennen, der weitere Verlauf der Nacht ist vorgezeichnet, nur das Ende verläuft ein wenig anders. Denn die Frau liegt am nächsten Morgen mit einem Genickbruch neben Skinner im Bett. Während sich die Indizienlage zusehends gegen ihn als Täter festigt, glaubt vor allem Mulder an Skinners Unschuld. Da findet Scully heraus, dass Skinner seit Monaten an schweren Schlafstörungen leidet und ihm regelmäßig die Vision einer alten Frau begegnet ...

Auch Skinner hat tatsächlich ein Privatleben. James Charleston (Regiedebüt bei den X-Akten) und Howard Gordon sowie David Duchovny himself (Drehbuch) bescheren uns eine ruhige Einzelepisode rund um den Assistant Director, der uns allerdings am Ende dieser Folge auch weiterhin ein Rätsel bleibt. Leider erfahren wir über seine Motivation, sein wirklichen Bezug zu den X-Akten und sein daraus geleitetes Handeln so gut wie gar nichts, so dass die Folge schlussendlich keine wirklichen Neuigkeiten enthält und in letzter Konsequenz inhaltlich auch im Sande verläuft ... unterm Strich bleibt dennoch eine sehr solide und nicht ganz uninteressante Einzelfolge.
Kinojahr 2020 (12.2.): B.O. 38,50 bei 7 Bes.: 21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Samstag 9. August 2014, 02:51

3x22 Akte X: Der See (The X-Files: Quagmire)
US-Erstausstrahlung 03. Mai 1996 / Dt. Erstausstrahlung 27. Februar 1997

Georgia. An einem See verschwinden innerhalb kurzer Zeit zwei Personen. Mulder geht der Sache nach. Hängen die Vermisstenfälle, wie auch die örtliche Bevölkerung kokettiert, mit einem prähistorischen Seeungeheuer namens "Big Blue" zusammen? Mulder möchte dies zu gerne glauben, während Scully nach plausibleren Antworten sucht ...

Eine klassische "Monster of the Week"-Episode, die den Fokus diesmal auf ein "wirkliches" Monster richtet. Dank des immer wieder auftretenden ironischen Untertons, der sich insbesondere in den Dialogen der beiden FBI-Agenten zeigt, ist die nicht immer spannend geratene Folge dennoch verhältnismäßig kurzweilig, wobei die Lösung (!) des Falles sicherlich nicht alle zufriedenstellen wird ...
Kinojahr 2020 (12.2.): B.O. 38,50 bei 7 Bes.: 21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von Agent K » Samstag 9. August 2014, 07:58

MH207 hat geschrieben:3x22 Akte X: Der See (The X-Files: Quagmire)
US-Erstausstrahlung 03. Mai 1996 / Dt. Erstausstrahlung 27. Februar 1997
Yoar, die "Loch-Ness-Folge".
Und wie betrauern hier natürlich das Ableben eines treuen FBI-Ermittlers:

Queequeg
3x04-3x22

R.I.P. :cry:

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Samstag 9. August 2014, 10:24

Bei der Ausführung einer nicht zu unterschätzenden Ermittlungsarbeit leider viel zu früh von uns gegangen ...

Immerhin bescherte er uns mit seiner Anwesenheit noch einmal eine wunderbare Basis für die herrlichen Dialoge zwischen den beiden FBI-Agenten ...
Kinojahr 2020 (12.2.): B.O. 38,50 bei 7 Bes.: 21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Sonntag 10. August 2014, 02:03

3x23 Akte X: Ferngesteuert (The X-Files: Wetwired)
US-Erstausstrahlung 10. Mai 1996 / Dt. Erstausstrahlung 06. März 1997

Maryland. Ein Mann tötet fünf Menschen und behauptet, er habe stets die gleiche Person fünf Mal umgebracht. Im Haus des Täters findet Scully jede Menge akribisch aufgezeichnetes Videomaterial, dass sie zu der Überzeugung reifen lässt, dass die Morde irgendwie damit zusammenhängen. Mulder steht dem eher skeptisch gegenüber. Aus dem Nichts erschießt kurz darauf eine Frau ihren Nachbarn, den sie für ihren nicht ganz treuen Ehemann hielt. Im Haus finden die beiden FBI-Agenten ebenfalls jede Menge Videos. Mulder findet daher Scullys Theorie nicht mehr ganz so abwegig, doch Scully entwickelt bereits ihre eigene Paranoia ...

Das Staffelfinale und auch der weitere Verlauf der X-Akten wirft seine Schatten voraus. Was zunächst nach einer klassischen "Motw"-Einzelfolge aussieht, mündet in einem etwas unerwarteten Ende mit einer überraschenden Erkenntnis. Die X-Akten werden dabei am Rande gestreift und so ziemlich alle wichtigen Nebenfiguren haben ihren (Kurz-)Auftritt. Dabei wird der eigentliche Plot sehr harmonisch und spannend inszeniert und setzt damit die Serie von überdurchschnittlichen Episoden fort ...
Kinojahr 2020 (12.2.): B.O. 38,50 bei 7 Bes.: 21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Montag 11. August 2014, 02:27

3x24 Akte X: Der Tag steht schon fest - Teil 1 (The X-Files: Talitha Cumi - 1)
US-Erstausstrahlung 17. Mai 1996 / Dt. Erstausstrahlung 27. März 1997

4x01 Akte X: Herrenvolk - Teil 2 (The X-Files: Herrenvolk - 2)
US-Erstausstrahlung 04. Oktober 1996 / Dt. Erstausstrahlung 14. September 1997

In einem Fastfood-Restaurant in Virginia kommt es zu einer Geiselnahme, bei dem mehrere Menschen und der Täter selbst Schussverletzungen erleiden. Doch als die Sanitäter eintreffen, berichten die Verwundeten von einem Mann, der angeblich durch Handauflegen sie geheilt haben soll. Nun ist er spurlos verschwunden. Während Mulder und Scully nach dem mysteriösen Mann suchen, erhält Mulders Mutter überraschend Besuch von einer uns allzu bekannten Person, der ebenfalls auf der Suche ist. Allerdings nach etwas ganz anderem ...

Eines muss man Chris Carter lassen. Die Cliffhanger werden von Staffelübergabe zu Staffelübergabe immer monströser. Während der erste Teil in der übergeordeneten Mythologie einiges ins Rollen bringt, sorgt der zweite Teil zum Leidwesen vieler wieder mal für einen Rückschritt. Daher ist der Abschluss der dritten Staffel auch wesentlich spannender, zumal neben einem unglaublichen Spannungsbogen und der einen oder anderen überraschenden Erkenntnis auch ein wenig Licht ins Dunkel gebracht wird. Der Staffelauftakt in die vierten Staffel führt zunächst den begonnenen Handlungsbogen fort, fängt dann aber recht früh langsam damit an, Vorbereitungen zur ursprünglichen Ausganglage zu schaffen. Was nicht heißen soll, dass Staffelauftakt uninteressant geraten ist.

Unter Strich erfährt man bei dieser Doppelfolge nicht wenig, man hat aber nach wie vor das Gefühl, dass da jemand anders noch am großen Rad dreht. Und dies schlägt sich am übergeordneten Plot durch. Dieser wird bei dieser Doppelepisode an sich wenig bis nicht verangetrieben, was man, es sei gedankt, nicht von dem einen oder anderen Charakter behaupten kann ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von Agent K » Montag 11. August 2014, 09:50

Für mich das vorletzte vitale Lebenszeichen der Verschwörungs-Suppe, das fast gänzlich der Figur des Jeremiah Smith zu verdanken ist. Und dieser wurde mit Roy Thinnes auch noch mit echtem SciFi-Urgestein glänzend besetzt, denn INVASION VON DER WEGA (The Invaders, 1966-1968) war für mich persönlich Anfang der Siebziger beim ZDF der "Erstkontakt" mit TV-Außerirdischen. Ansonsten verstärkt sich der Eindruck, dass die Außerirdischen zwar einen Plan haben mögen (das genaue Datum des "feststehenden Tages" erfahren wir in der allerletzten Folge), dass Chris Carter aber längst die Übersicht über eine konsistente Rahmenhandlung verloren hat. Der Bounty Hunter erscheint wie der Beelzebub aus dem Sack, wenn mal wieder ein "Cleaner" gebraucht wird, aber während er bisher selbst von Kanonenkugeln nicht gestoppt werden konnte, wird er hier von ein paar Bienenstichen außer Gefecht gesetzt. Einen erkennbaren Sinn ergibt das aber kaum noch. Und auch die Abgrenzungen/Koalitionen zwischen den Alien-Mensch-Hybriden, den Entführten, dem Black Oil, den Bounty Huntern, der Widerstandsgruppe, den eigentlichen Invasoren, und dem Syndikat, werden immer noch verworrener, statt sich endlich mal in einem logischen Kontext zu lichten...

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Montag 11. August 2014, 14:37

Agent K hat geschrieben:...du bist kritischer geworden... ;)
Jetzt spiele ich aber den Ball zurück.

Das stetige Schaffen verschiedener der von Dir genannten Faktoren, die die Verschwörungstheorie in irgendwelche Formen auch immer faktisch unterstützen (sollen), trägt sicherlich nicht zwingend immer zum nachvollviehbaren Aufbau des komplexen Gebildes bei. Dass sich aber diese Faktoren und die dazugehörigen Rahmenhandlungen (in den jeweiligen Episoden rund um die übergeordnete Mythologie) ohne erkennbaren Sinn entwickeln, kann ich, zumindest status quo, nicht erkennen ...

Der wesentliche Kritikpunkt dieser staffelübergreifenden Doppelepisode ist doch, dass neben einer Reihe neuer Erkenntnisse rund um die Verschwörungstheorie der eigentliche Plot nach anderhalb Folgen innerhalb von Minuten schon ein wenig "torpediert" wird.

Der Bounty Hunter, der nicht durch "einfache" Handfeuerwaffen ausgeschalten, sprich getötet, werden kann, allerdings durch einen Bienenschwarm kurz außer Gefecht, sprich aufgehalten, wird, sehe ich weniger kritisch.

Was den Fortgang der X-Akten betrifft, da setzt sich in den gut anderthalb Stunden immerhin innerhalb Mulders Familie ein Puzzle über die Vorgeschichte und die daraus entstandenden Nebengeräusche, die bis heute der überlebende Teil der Mulders beschäftigen, sukzessive und auch überwiegend nachvollziehbar zusammen.


Nach 75 der gut 200 Episoden (oder andersum nach drei Staffeln) stelle ich jedoch fortwährend fest, dass bezeichnete "Klassiker" (und davon gibt es nicht wenige) unter den sogenannten "Monster of the Week"-Folgen eher im Gedächtnis haften geblieben sind als die Episoden rund um die übergeordnete Mythologie.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von Agent K » Montag 11. August 2014, 15:21

MH207 hat geschrieben:Der Bounty Hunter, der nicht durch "einfache" Handfeuerwaffen ausgeschalten, sprich getötet, werden kann, allerdings durch einen Bienenschwarm kurz außer Gefecht, sprich aufgehalten, wird, sehe ich weniger kritisch.
Zugegeben - wie wir noch lernen werden - reicht da auch ein mit Schmackes geworfener Baseball... ;)

Ansonsten lässt sich meine generelle Unzufriedenheit mit dem Verschwörungsrahmen zu diesem Zeitpunkt schwerlich spoilerfrei diskutieren. Daher werde ich erst zum Ende der Serie dann mal alle mir bedenklichen Ungereimtheiten aufzählen. Letztlich empfinde ich die Verschwörungssuppe rückblickend eben nicht mehr als "komplex", sondern als inkonsistent konstruiert , und aus einigen Perspektiven auch (unnötig) widersprüchlich...
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Und auch der erneute Staffel-/Informanten-Wechsel mag zumindest dadurch etwas ironisch wirken, dass "Mr. X" nach eigener Aussage nicht vorhatte, so wie sein Vorgänger "Deep Throat" zu enden, aber originell/kreativ ist dann doch anders, es wirkt eher schablonenhaft...

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Dienstag 12. August 2014, 01:14

4x03 Akte X: Blutschande (The X-Files: Home)
US-Erstausstrahlung 11. Oktober 1996 / Dt. Erstausstrahlung 29. Dezember 1997

Ein kleines Städtchen namens Home, Pennsylvania, macht eine Entdeckung, die das kleine beschauliche Örtchen ein klein bisschen weniger beschaulich macht. Ein paar Jungs entdecken beim Baseballspielen irgendetwas, dass Scully später als eine menschliche Missgeburt eines noch nie dagewesenen Ausmaßes identifiziert. Der völlig entstellte Säugling wurde bei lebendigem Leibe nur halbwegs in seinem Schlammgrab entsorgt. Schnell lenkt Mulder den Verdacht auf einen seit Generationen von der Zivilsation völlig isoliert lebenden Familien-Clan, doch das eigentliche Problem ist, dass aus dieser Sippschaft angeblich nur noch Vertreter des männlichen Geschlechts übriggeblieben sind ...

Definitiv nichts für schwache Nerven. Manch' klassischer Horrorfilm kann es nicht einmal mit der Eingangssequenz aufnehmen. Das uns allzu bekannte Duo Morgan & Wong (Drehbuch, u.a. verantwortlich für auch "Das Nest", "Eis") sowie Kim Manners bescheren uns eine der mit Abstand ekelhaftesten Episoden überhaupt, die jedoch in all ihrer Brutalität, so komisch es klingen mag, wunderbar funktioniert. Auch wenn sich mit Sicherheit die Meinungen über die makabre Darstellung spalten dürften. Ebenfalls nicht zu vergessen sind einmal mehr, insbesondere zu Beginn der Episode, die gelungenen Dialoge zwischen Mulder & Scully.

Unfassbarer "Monster"-Start in die vierte Staffel (und eine dieser Folgen, die auch nach Jahren sogar noch recht detailiert im Gedächtnis haften geblieben ist).
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Dienstag 12. August 2014, 02:24

4x04 Akte X: Teliko (The X-Files: Teliko)
US-Erstausstrahlung 18. Oktober 1996 / Dt. Erstausstrahlung 21. September 1997

Philadelphia. Eine Reihe vermisster afroamerikanischer Männer wird tot aufgefunden. Um ihre Farbpigmente beraubt. Jede der Leichen ist sprichwörtlich so weiß wie die Wand. Das 'Center for Disease Control' bittet Scully um medizinische Mithilfe in diesem Fall, da sie von einer Seuche ausgehen. Während Scully um eine medizinische Erklärung ringt, versucht Mulder über seine neueste Errungenschaft, der UN-Mitarbeiterin Marita Covarrubias, alternative Antworten zu erhalten ...

Tja, über diese Folge braucht man sich nicht allzu lange aufhalten. Jede Staffel scheint "seinen" Tooms zu benötigen. Mäßig umgesetzt, unspektakulär und leidlich spannend. Da hilft auch der zweite Auftritt der UN-Informantin als "Nachfolgerin" für Mr. X nichts.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von Agent K » Dienstag 12. August 2014, 10:17

MH207 hat geschrieben:4x03 Akte X: Blutschande (The X-Files: Home)
US-Erstausstrahlung 11. Oktober 1996 / Dt. Erstausstrahlung 29. Dezember 1997
Für mich eine der verstörendsten X-Akten überhaupt, und fraglos eine der Top 5 Episoden der kompletten Serie. Morbide Handlung, knappe Dialoge, eine die Handlung beinahe negierende Musik, und die geniale Bildkomposition harmonieren perfekt, und erzeugen eine geradezu beängstigende Stimmung, selbst wenn gerade gar nichts passiert. Der einzige Knackpunkt ist hier (mal wieder) der dt. Titel, denn man hat mittlerweile echt den Eindruck, die Herren "Übersetzer" wollten schon über einen reißerischen und spoilernden Titel damit angeben, dass sie die Folge (angeblich) verstanden hätten. Dabei bringt der unscheinbare Originaltitel "Home" (Zuhause/Heimat) die Quintessenz dieser Episode wunderbar auf den Punkt: Hier geht es nicht um plakative Gut/Böse-Schemata oder gar die Bewertung von Ethik/Moral, sondern im Gegenteil um deren Relativierung im Kontext gesellschaftlicher Konventionen. Und wenn die durch soziale Isolation wegfallen, dann fehlt bzw. ändert sich auch der "moralische Kompass". Mein Referenzfilm wäre da BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (Deliverance). Eigentlich gar keine "echte" X-Akte, aber ein erneutes Highlight aus der Feder des Duos Morgan/Wong, deren Ausstieg nach dieser vierten Staffel die Serie nie ganz verkraften wird...

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Donnerstag 14. August 2014, 02:07

4x02 Akte X: Unruhe (The X-Files: Unruhe)
US-Erstausstrahlung 27. Oktober 1996 / Dt. Erstausstrahlung 28. September 1997

Michigan. Eine junge Frau wird entführt, ihr Freund ermordet aufgefunden. Kurz vor ihrer Entführung hat die Frau noch Passfotos machen lassen. Doch anstelle einer gewöhnlichen Portraitaufnahme einer lächelnden Frau zeigen die Fotos ihr erschrockenes Gesicht, umrahmt von seltsamen verzerrten Schatten. Während Scully von einer beschädigten Filmrolle ausgeht, hat Mulder traditionell eine ganz eigene Theorie. Kurz darauf wird die Frau aufgefunden, lebend, doch der Täter hat ihr Gehirn nicht ganz unversehrt gelassen ...

Wow, Rob Bowman (Regie) und Vince Gilligan (Drehbuch) erschufen eine überraschend spannende Einzelepisode, deren Grundidee durchaus als ungewöhnlich bezeichnet werden darf. Bis auf die Tatsache, wie Mulder schlussendlich nicht immer nachvollziehbar auf die Lösung kommt, ist "Unruhe" phasenweise eine sehr erfrischende Angelegenheit, was auch daran liegt, dass sie plottechnisch nicht den üblichen Erzählstrukturen folgt. Darf durchaus zu den überdurchschnittlichen Episoden gezählt werden ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Freitag 15. August 2014, 02:24

So, gerade nochmals "Unruhe" angesehen :P .

Irgendwie ist Mulders Schlussfolgerung am Ende schon ein wenig weit hergeholt.

Ändert aber an dem für mich überraschend guten Eindruck dieser Episode natürlich nichts.

Inhaltlich kann man aufgrund der Gefahr von Spoilern fast nicht mehr wiedergeben.

P.S. Wer was zum Schmunzeln sucht, sollte die Episode im OT ansehen. Scully versucht sich in Deutsch.



4x05 Akte X: Rückkehr der Seelen (The X-Files: The Field Where I Died)
US-Erstausstrahlung 03. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 05. Oktober 1997

Irgendwo in Tennessee. Ein früherer Schauplatz des Sezessionskrieges dient als Tempel eines religiöses Kultes, der sich die Reinkarnation auf die Fahne geschrieben hat. Aufgrund der Hinweise eines Mitgliedes führen die Behörden eine Razzia wegen verschiedener vermeintlicher strafrechtlicher Aktivitäten durch. Dabei stößt Mulder auf eine der Frauen des Anführers, die behauptet, dass sie sich schon einmal begegnet seien. Nicht in diesem Leben, sondern vor über hundert Jahres während des Sezessionskrieges ...

Wieder mal die üblichen Verdächtigen: Rob Bowman in der Regie sowie Morgan & Wong (Drehbuch) liefern eine sehr ruhige, aber bewegende Episode ab, die sich im Kreis der Seelenwanderungen und Wiedergeburt, den daraus entstehenden Erzählungen aus einem frühren (besseren ?) Leben bewegen. Oder ist alles doch nur paranoide Schizophrenie, wie Scully gern glauben möchte? Die Episode mit dem nicht nur wohl klingenden, sondern auch mit dem hervorragend getroffenen OT bleibt uns die Antwort schlussendlich schuldig, hinterlässt uns aber eine doch recht ungewöhnliche Dreiviertelstunde, bei der erneut die herrlichen, aber durchaus tiefsinnigen Dialoge zwischen Mulder und Scully die beiden FBI-Agenten im zwischenmenschlichen Bereich weiter aneinanderbringen ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Samstag 16. August 2014, 01:51

4x06 Akte X: Hexensabbat (The X-Files: Sanguinarium)
US-Erstausstrahlung 10. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 12. Oktober 1997

In der Schönheitschirurgie des Chicago Greenwood Memorial Hospitals scheinen die Ärzte ihr Handwerk nicht mehr zu verstehen. Dummerweise mit tödlichem Ausgang. Einem Patient wird nicht nur irrtümlicherweise das Fett, sondern auch alles was sonst einer Flüssigkeit im Körper ähnelt abgesaugt. Bei einer anderen Patientin gerät die Laserbehandlung außer Kontrolle. Während Scully bei den Ärzten Indizien für eine Tablettensucht bei gleichzeitiger Überarbeitung verfolgt, geht Mulder Spuren eines möglichen Pentagrammes nach. Derweil verdächtigt die Ärzteschaft im Beisein der FBI-Agenten eine Krankenschwester, die, wie schon bei vier ähnlichen Todesfällen vor zehn Jahren, bei allen Vorfällen anwesend war ...

Sehr launige Einzelepisode, deren Thematik schon durch die eine oder andere Folge davor gestreift wurde. Der Plot wirkt schon ein wenig konstruiert und nicht immer gerade glaubwürdig, andererseits enthält die Folge wirklich auch einige gute Szenen/Bilder. "Hexensabbat" fällt daher weder auf der einen noch auf der anderen Seite aus dem Rahmen. Ergo solider Durchschnitt.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Montag 18. August 2014, 02:27

4x07 Akte X: Gedanken des geheimnisvollen Rauchers (The X-Files: Musings of a Cigarette Smoking Man)
US-Erstausstrahlung 17. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 19. Oktober 1997

Frohike von den Lone Gunmen ("Einsamen Schützen") glaubt die dunkelsten Geheimnisse der Vergangenheit des Rauchers enthüllt zu haben. Dabei ahnt er nicht, dass dieser ihn im wahrsten Sinne des Wortes bereits im Visier hat ...

"Wer er ist und wer er sein möchte ..." - Wong im Regiestuhl und Morgan (Drehbuch) führen uns in die (fiktive?) Vergangenheit des Rauchers/CSM/"Krebskandidaten"/whatever. Wie er angeblich zum Raucher mutierte, seine ersten Begegnungen mit Mulders Vater, als Stippenzieher der Attentate auf JFK und MLK. Und schlussendlich wie auch die X-Akten unter Special Agent Mulder geöffnet wurden. Aber auch dass in ihm ein unerfüllter Wunsch hegt. Kleinere Puzzleteile zu den X-Akten werden in dieser Einzelepisode ebenfalls eingestreut. Für richtige Fans ist diese Folge sicherlich ein kleines Highlight, für alle anderen vermutlich nur eine inhaltlich eher unverständliche Rückblende.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von Agent K » Montag 18. August 2014, 13:15

MH207 hat geschrieben:4x07 Akte X: Gedanken des geheimnisvollen Rauchers (The X-Files: Musings of a Cigarette Smoking Man)
US-Erstausstrahlung 17. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 19. Oktober 1997
Für mich eine eher zwiespältige X-Akte. Da wird dem Handlanger des Bösen und scheinbaren Drahtzieher aller Verschwörungen und Attentate seit Adam und Eva eine Möchtegern-Karriere als Schreiberling angedichtet. Das ist in etwa so glaubhaft, wie wenn Smaugs Überfall auf den Erebor damit begründet wird, dass dieser wie der kleine Grisu eigentlich Feuerwehrmann werden wollte, ihm dies aber versagt blieb. Die Folge ist durchaus spannend und schürt mit ihren vielen Rückblicken in die Verschwörungs-Chronologie begründete Hoffnungen auf einige Antworten, letztlich erfahren wir aber nur wie C.G.B. Spender zum Raucher wurde. Und wie schon in der "Skinner-Folge" verpuffen diese Hoffnungen auch hier am Ende in ein Häufchen Asche und heiße Luft, und der Krebskandidat bleibt so abstrakt und unnahbar wie zuvor. Last but not least bleiben Zweifel, ob all die "Erkenntnisse" letztlich nicht nur der Phantasie bzw. dem missionarischen Eifer der Lone Gunmen geschuldet sind...

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Montag 18. August 2014, 19:34

Agent K hat geschrieben:
MH207 hat geschrieben:4x07 Akte X: Gedanken des geheimnisvollen Rauchers (The X-Files: Musings of a Cigarette Smoking Man)
US-Erstausstrahlung 17. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 19. Oktober 1997
Für mich eine eher zwiespältige X-Akte ... Last but not least bleiben Zweifel, ob all die "Erkenntnisse" letztlich nicht nur der Phantasie bzw. dem missionarischen Eifer der Lone Gunmen geschuldet sind...
MH207 hat geschrieben:4x07 Akte X: Gedanken des geheimnisvollen Rauchers (The X-Files: Musings of a Cigarette Smoking Man)
US-Erstausstrahlung 17. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 19. Oktober 1997

... führen uns in die (fiktive?) Vergangenheit des Rauchers/CSM/"Krebskandidaten"/whatever ...
Gerade der geänderte Plot am Ende der Episode lässt eigentlich nur diesen Schluss zu. Zumindest die Tatsache, dass die Vergangenheit des CSM in Teilen nicht richtig oder sogar durchaus ganz falsch wiedergegeben wurde ...

Dritte Option wäre natürlich auch dass die Erzählungen der Phantasie des CSM entspringen. Er bringt nun ja bekannterweise ein gewisses Talent mit ...

Agent K hat geschrieben:...Und wie schon in der "Skinner-Folge" verpuffen diese Hoffnungen auch hier am Ende in ein Häufchen Asche und heiße Luft, und der Krebskandidat bleibt so abstrakt und unnahbar wie zuvor...
Schöner Vergleich. Ja, weil schlussendlich analog 3x21 fast wieder der Ursprungszustand hergestellt wurde. Aber eben nur fast. Zumindest die Erkenntnis über Deep Throat/"Ronald" könnte der Wahrheit entsprechen ...

Persönlich finde ich zum Schluss die Reminiszenz auf der Bank ja irgendwie genial ...
Kinojahr 2020 (12.2.): B.O. 38,50 bei 7 Bes.: 21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Dienstag 19. August 2014, 03:20

4x09 Akte X: Tunguska - Teil 1 (The X-Files: Tunguska - 1)
US-Erstausstrahlung 24. November 1996 / Dt. Erstausstrahlung 08. November 1997

4x10 Akte X: Tunguska - Teil 2 (The X-Files: Terma - 2)
US-Erstausstrahlung 01. Dezember 1996 / Dt. Erstausstrahlung 08. November 1997

Bei einer Anhörung vor dem Kongress riskiert Scully eine Inhaftierung, als sie sich auch nach mehrmaliger Nachfrage weigert, den Mitgliedern eines Senats-Unterausschusses Mulders derzeitigen Aufenthaltsort zu nennen ...
Rückblende: Am Flughafen von Hawaii gerät zufälligerweise ein Diplomat in eine Routinekontrolle des Zolls. Weil sich der Diplomat der Kontrolle mehrfach entziehen will, muss er eine genauere Kontrolle über sich ergehen lassen. Dabei wird der Inhalt seines Koffers verschüttet. Dabei tritt eine schwarze, klebrige, ölartige Flüssigkeit heraus, die sich sofort in Form von wurmähnlichen Kreaturen über den Zollbeamten hermacht. Ortswechsel. Ein alter Bekannter gibt sich gegenüber Mulder zunächst als anonymer Informant aus, um ihm anschließend glaubhaft versichern zu können, auch er habe noch eine Rechnung mit dem CSM offen. Widerwillig lassen sich Mulder und Scully von ihm auf den Flughafen schleppen, wo angeblich ein russischen Kurier landen soll, der über Umwege Verbindung zu den Hintermännern haben soll, die für den Tod Mulders Vater sowie Scullys Schwester sein sollen. Dieser kann jedoch entkommen, hinterlässt Mulder und Scully jedoch etwas unfreiwillig sein Handgepäck, welches ein merkwürdiges Gestein beinhaltet ...

Nun wird in der übergeordneten Mythologie also endgültig die zweite Stufe gezündet. Nach den Entführungen, die sich thematisch Anfang der dritten Staffel verabschiedet haben, nun also das schwarze, mysteriöse Öl.
Insgesamt ist der zweite Teil etwas überraschend der bessere, der interessantere Part der Doppelepisode. Weil auch als Nebengeräusch die eine oder andere neue Erkenntnis hinzukommt. Dennoch bleiben die knapp anderthalb Stunden verhältnismäßig unspektakulär, was nicht heißen soll, dass sie nicht sehenswert wären. Dafür sorgt schon die eine oder andere Nebenfigur, die dem recht simpel gehaltenen Plot ein wenig Würze verleihen kann ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Mittwoch 20. August 2014, 02:24

4x08 Akte X: Die Sammlung (The X-Files: Paperhearts)
US-Erstausstrahlung 15. Dezember 1996 / Dt. Erstausstrahlung 09. November 1997

Mulder erlebt einen Traum mehrfach, der ihn in der realen Welt tatsächlich zu einem Skelett eines Mädchens führt. Das Opfer kann Mulder zum bereits inhaftierten Serienmörder John Lee Roche zuordnen, einem alten Fall, bei dem er mit seiner Arbeit als Profiler ursächlich für dessen Verhaftung sorgte. Bruchstücke des Traumes führen Mulder auch noch zur Trophäensammlung Roches, woraus hervorgeht, dass es neben dem gefundenen Mädchen noch zwei weitere unbekannte Opfer gibt. Eines dieser Mädchen könnte für Mulder von großer Bedeutung sein ...

Rob Bowman (Regie) und Vince Gilligan (Drehbuch) bescheren uns eine doch recht eigenwillige "Monster of the Week"-Episode. Zum einen sind es diese merkwürdigen Zufälle, die uns durch den Plot dieser Episode führen. Außerdem wirkt Mulders Verhalten, sich angesichts des erlebten Schicksals sofort an jeden Strohhalm zu klammern, nicht immer zwingend glaubwürdig. Besser sind daher schon die (verbalen) Auseinandersetzungen zwischen ihm und Roche (Tom Noonan), der wiederum zum anderen mit seiner faszinierend, schaurig-emotionslosen Darstellung diese Episode wieder mehr als auslotet ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Donnerstag 21. August 2014, 02:32

4x11 Akte X: Der Chupacabra (The X-Files: El Mundo Gira)
US-Erstausstrahlung 12. Januar 1997 / Dt. Erstausstrahlung 26. Oktober 1997

Kalifornien. In einem Lager von illegalen mexikanischen Wanderarbeitern schlägt ein merkwürdiges Wetterphänomen zu. Donnerschläge, gefolgt von einem grellen, gleißendem Licht, anschließend bringt der Himmel gelber, warmer Regen. Das kurze Intermezzo hinterlässt eine junge tote Wanderarbeiterin, deren Gesicht wie von Säure zerfressen aussieht. Die mexikanischen Wanderarbeiter glauben zu wissen, wer dafür verantwortlich sein soll: "El Chupacabra", einer Kreatur aus Ihrer eigenen Erzählungen. Mulder geht eher von einem höchst seltenen meteorologischen Phänomen aus, das in Verbindung mit außerirdischen Begegnungen beobachtet wurde. Und Scully geht der Spur einer eher irdischen Tötung nach ... und entdeckt bei der Obduktion des weiblichen Leichnams eine merkwürdige Pilzinfektion ...

Was recht unspektakulär beginnt (und in den ersten Minuten inhaltlich eher an eine Seifenoper erinnert), gewinnt nach den zähen Einstiegsminuten recht flott an Fahrt. Das liegt sicherlich auch an der von John Shiban (Drehbuch) gut inszenierten Schnitzeljagd, die Tucker Gates (Regie) sehr vieldeutig in das Finale dieser "Monster of the Week"-Episode münden lässt. Zwischen den kritischen Ansätzen im Beziehungsgeflecht US-Bürger und ihre mexikanischen Tagelöhner funktionieren die Gastdarsteller überzeugend.

Auch einer dieser Episoden, die mir doch noch recht gut im Gedächtnis haften geblieben sind.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Freitag 22. August 2014, 01:24

4x14 Akte X: Leonard Betts (The X-Files: Leonard Betts)
US-Erstausstrahlung 26. Januar 1997 / Dt. Erstausstrahlung 16. November 1997

Pittsburgh, Pennsylvania. Ein Rettungssanitäter verunglückt bei einem Einsatz im Rettungswagen tödlich. Der Verkehrsunfall enthauptet den Mann. Nur wenige Stunden später verschwindet der kopflose Leichnam aus der Pathologie. Und bevor Scully mit der Autopsie des übriggebliebenen Kopfes beginnen kann, scheint sich dieser mit einem seltsamen Mienenspiel dagegen wehren zu wollen ...

Leicht gruselige "MotW"-Episode, die zunächst vor allem Dank des guten Gastdarstellers und der gut durchdachten Inszenierung funktionert. Leider liegt die Lösung schon recht früh auf der Hand. Auch zum Leidwesen des Spannungsbogens. Gäbe es da nicht der finale Showdown, der für einen der beiden Hauptcharaktere tiefgreifende Veränderungen nach sich ziehen, die für den weiteren Verlauf der Serie mitentscheidend sind ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Samstag 23. August 2014, 03:07

4x13 Akte X: Mutterkorn (The X-Files: Never again)
US-Erstausstrahlung 02. Februar 1997 / Dt. Erstausstrahlung 23. November 1997

Philadelphia. Ed Jerse, die Tinte auf seinen Scheidungspapieren ist noch nicht einmal richtig trocken, setzt sich sturzbesoffen in ein Tattoo-Studio und lässt sich ein Portrait eines typischen 50er-Jahre-Pinup-Girls stechen. Doch schon am nächsten Tag zeigt die Tätowierung ihr wahres Gesicht. Währenddessen wird Mulder nach vier Jahren X-Akten rund um die Uhr in einen Zwangsurlaub gesteckt. Doch ausgerechnet jetzt, wo er sich auf Scully verlassen muss, scheint diese in eine tiefe Sinnkrise geraten zu sein und weigert sich, aufgrund einer möglichen X-Akte nach Philadelphia zu reisen ...

Scully auf Abwegen. In vielerlei Hinsicht. Der Plot dieser eigentlichen "MotW"-Episode ist zwar recht simpel, dafür aber sehr routiniert erzählt und äußerst kurzweilig geraten. Eigentlich deshalb, weil Scully hinter der "MotW"-Episode bisher selten gesehene charakterliche Tiefe erfährt. Und Mulder in dieser Episode defintiv mal zweite Geige spielt. Auch wenn es ihm in den wenigen Szenen offensichtlich schwer fällt. Gastauftritt als Stimme: Jodie Foster. Eine sehr runde, sehr stimmige Angelegenheit und somit darf man "Mutterkorn" definitiv als gelungen bezeichnen ...
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von MH207 » Samstag 23. August 2014, 04:40

4x15 Akte X: Memento Mori (The X-Files: Memento Mori)
US-Erstausstrahlung 09. Februar 1997 / Dt. Erstausstrahlung 30. November 1997

Scully kämpft sowohl mit ihrer Erkrankung als auch mit ihrem Gedächtnis. Denn aus der Gruppe der Frauen, die Scully damals nach ihrer Entführung auf das Implatat im Nacken aufmerksam machten, gibt es nur noch eine Überlebende. Alle anderen sind innerhalb der letzten zwölf Monate am selben Krankheitsbild verstorben. Mulder will einen möglichen Tod Scullys nicht akzeptieren und geht seiner eigenen Wege. Auch Skinner zeigt sich über Scullys Zustand bestürzt und versucht an zweifelhafte Hilfe zu gelangen ...

Eine sehr ruhige, sehr ernste Episode, die sich voll im Fahrwasser der übergeordneten Mythologie befindet. Für den weiteren Verlauf der Serie werden die Weichen deutlichst justiert. Kein Rücksprung in den Urzustand am Ende, sondern eine konsequente Weiterverfolgung der Geschehnisse, die im ersten Drittel der zweiten Staffel begonnen und in der Episode 3x09 weiterbehandelt wurden. Sie unterstützen auch jenen Eindruck, dass es über "Memento Mori" ("Gedenke des Todes") plottechnisch (endlich) weiter vorangeht. Für einige mag die Episode zu gefühlvoll, zu bedächtig geraten sein, für meinen Geschmack spiegelt sie die derzeitige Atmosphäre rund um die Serie perfekt wieder.
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Re: The X-Files (Akte X) 1993-2002

Beitrag von student a.d. » Samstag 23. August 2014, 12:44

Irgendwie ist Folg 4x12 verloren gegangen. ;) Oder hat es einen Grund, weshalb du die Folgen in ungleichmäßiger Reihenfolge reviewst? :)
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