Angeregt von meinen Gedanken zu meinem heutigen Kinobesuch von Jurassic World: Rebirth dachte ich, ich eröffne mal diesen Thread.
Selten habe ich einen Film gesehen, in dem Genie und Wahnsinn so nah beieinander lagen.
Die Rafting-Szene sah so unglaublich gut aus, dagegen steht die Szene mit den Titanosauriern, die aussehen wie ein Bildschirmhintergrund, in den die Personen vor dem Bluescreen schlicht nicht passen.
Sprich: Die Titanosaurier sehen sehr gut aus, aber die Bildkomposition ist so schlecht, dass man komplett aus dem Film geworfen wird. Woran liegt das? Das frage ich mich seit Jahren. Ich denke es gibt verschiedene Lösungsansätze.
Fehlende Reale Hintergründe. Früher wurde on Location gefilmt und später die Dinosaurier eingesetzt. Heute ist es oft so, dass Hintergrund und CGI-Objekte beide am PC erstellt werden. Damit kann man zwar mansch magischen Hintergrund erzeugen, aber das bringt mir nichts, wenn ich das was ich sehe als "falsch§ empfinde.
Oftmals passt es auch mit der Physik nicht. Die Mosasaurus-Szene ist das beste Beispiel. Der Mosasaurus bewegte sich gefühlt in Warp-Speed durchs Wasser. Der Realismus fehlte, die Szene wirkte nicht glaubwürdig.
Woran liegt das alles? Nachlassendes Bewusstsein für Bildkomposition? Werden die Regisseure einfach schlechter und überlassen der Bisual-Abteilung zu viel Verantwortung? Sind es Sparmaßnahmen, zu selten on Location zu filmen?
Ich kann nur für mich sprechen, aber dieses Gefühl, dass irgend etwas mit manchen Filmen nicht stimmt, ich glaube es ist Teil der Kinomüdigkeit. Vielleicht müssen die Filmemacher auch einfach mal den Versuch wagen, dass wir wieder mehr mit unserer Fantasie arbeiten, statt uns möglichst jedes einzelne CGI-Bild in Ultra-Nahaufnahme ins Hirn hämmern zu wollen.
Übrigens, es gilt nicht nur für CGI. Eine Kleinigkeit, aber warum achtet niemand in der Szene mit dem Ei darauf, dass dieses Ei Gewicht hat? Das ist wie mit den Tassen ohne Füllung. Das Gewicht fehlt der Szene und damit geht jeder Realismus flöten. Da kann es dann auch nicht am Geld liegen, sondern an Unvermögen oder Ignoranz.
Wir müssen über schlechte CGI sprechen
Re: Wir müssen über schlechte CGI sprechen
Es ist seit Jahren Konsens, dass CGI immer schlechter werden. Die hatte ihren qualitativen Peak irgendwann vor 10-15 Jahren.
Woran das liegt? Nach allem was ich so lese hatten die CGI Designer früher viel mehr Zeit. Heute gibt es viel mehr CGI Shots zu bewältigen und dann viel zu wenig Zeit es richtig gut zu machen.
Im Falle von JP kommt aber noch hinzu, dass der erste JP Film ja kaum CGI hatte, auch nicht da, wo man denkt es sei CGI. Das allermeiste wurde animatronisch gemacht. Dann hast du automatisch eine ganz andere (realere) Physik und langsamere Bewegungen.
Überhaupt beobachte ich das mit dem fehlenden Verständnis für Physik schon seitdem es CGI im großen Maßstab gibt. Bestes Beispiel ist auch die Terminator Reihe. Schaut euch mal an wie "real" in Terminator 2 noch alles wirkt, und dann vergleicht das mit dem Toilettenkampf der Terminatoren in Teil 3, wo die sich durch die Flure schubsen als seien es Luftballons.
Woran das liegt? Nach allem was ich so lese hatten die CGI Designer früher viel mehr Zeit. Heute gibt es viel mehr CGI Shots zu bewältigen und dann viel zu wenig Zeit es richtig gut zu machen.
Im Falle von JP kommt aber noch hinzu, dass der erste JP Film ja kaum CGI hatte, auch nicht da, wo man denkt es sei CGI. Das allermeiste wurde animatronisch gemacht. Dann hast du automatisch eine ganz andere (realere) Physik und langsamere Bewegungen.
Überhaupt beobachte ich das mit dem fehlenden Verständnis für Physik schon seitdem es CGI im großen Maßstab gibt. Bestes Beispiel ist auch die Terminator Reihe. Schaut euch mal an wie "real" in Terminator 2 noch alles wirkt, und dann vergleicht das mit dem Toilettenkampf der Terminatoren in Teil 3, wo die sich durch die Flure schubsen als seien es Luftballons.
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