Mark G.s Allerlei

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Taipan » Freitag 7. Dezember 2018, 06:32

Mattis hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 14:26
Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 06:01


Das Problem der Kinos ist, dass alles nur auf Masse ausgerichtet ist und damit kommst Du heute nicht weit, weil es einfach zu viel Unterhaltungsprodukte gibt, die die Menschheit produziert. Der Konsument sucht sich gezielt die Produkte aus, die er haben möchte. Anders geht es gar nicht, weil einem schlichtweg die Zeit fehlt "Alles" zu erleben.

Kino wird auf lange Sicht nur überleben können, wenn Qualität über Quantität gestellt wird, um sich von Konkurrenzprodukten abzuheben. Das bedeutet eben auch einen Wegfall einer Anzahl x von Kinos.
Und wie passt dann diese Statistiken in deine Argumentation?

https://www.statista.com/statistics/386 ... in-france/
https://www.cinemauk.org.uk/the-industr ... dmissions/

Gibt es diese Produkte etwa in Frankreich und Großbritannien nicht? Oder haben die Kinos da vielleicht doch etwas einfach richtiger gemacht, als hier in Deutschland?
Die Frankreich Statistik kann ich mir leider nicht angucken, weil es Premium Content von statista ist.

In Großbritannien sind es zwei Gründe:
1. Steht im Text: [...]record levels of investment in improving the theatrical experience (still ongoing)[...]
Also genau das was ich gesagt habe: Investitionen in Premium Filmerlebnisse (IMAX, PLF, etc.)

2. Wie man in dieser Statistik sieht:
https://www.statista.com/statistics/297 ... in-the-uk/
steigt die Anzahl der Kinos zwar an, jedoch auf einem deutlich geringeren Gesamt Level als in Deutschland
Bei 66 Mio. Einwohner gibt es 774 Kinos, also ein Kino auf 85.000 Einwohner.

Im Vergleich dazu gibt es in Deutschland eine wesentlich höhere Dichte: Bei 82 Mio. Einwohnern 1.672 Kinos, also ein Kino auf 49.000 Einwohner.
https://de.statista.com/statistik/daten ... jahr-2002/
Also auch genau das was ich gesagt habe: Es gibt in Deutschland zu viele Kinos und diese sind qualitativ nicht gut genug, um sich von den anderen Vertriebskanälen zu unterscheiden und deswegen muss die Branche schrumpfen und die verbliebenen Kinos qualitativ aufwerten.

Da die Anzahl der Kinos in UK ansteigt, zeigt dass die optimale Anzahl an Kinos also irgendwo zwischen 49.000 und 85.000 pro Kino liegt. Wahrscheinlich eher am oberen Ende der Spannbreite. Also ca. 1.100 Kinos in Deutschland, bzw. ca ein Kino auf 75.000 Einwohner.

Die Statistik stützt meine Aussagen eigentlich ganz gut finde ich.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mattis » Freitag 7. Dezember 2018, 14:35

Großbritannien hat nun einmal auch eine andere Bevölkerungszusammensetzung.

20% der Bevölkerung lebt im Großraum London.
Dementsprechend hat man auch eine deutliche höhere Bevölkerungsdichte.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Taipan » Samstag 8. Dezember 2018, 06:24

Mattis hat geschrieben:
Freitag 7. Dezember 2018, 14:35
Großbritannien hat nun einmal auch eine andere Bevölkerungszusammensetzung.

20% der Bevölkerung lebt im Großraum London.
Dementsprechend hat man auch eine deutliche höhere Bevölkerungsdichte.
Es leben auch in Deutschland (auf gleicher Fläche wie Greater London) 20 % der Bevölkerung entweder in der Region Rhein-Ruhr oder in Berlin und der Unterschied in der Bevölkerungsdichte ist statistisch gesehen vernachlässigbar.

Wenn wir diesen Diskussionsstrang noch mehr ausdehnen, kämen wir jetzt aber auch in wirkliche starke Detailtiefe (Wieviele Kinos sind wo in London, wie ist die Bevölkerungsdichte der schottischen Highlands mit der in Ostfriesland vergleichbar, wo leben die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und wie ist die Zusammenstellung der Nationalitäten, etc.) Das wird dann irgendwann ne Bachelor Thesis in VWL, wenn wir in dieser Richtung weiter machen.

Allgemein gesprochen sind D und UK sehr gut miteinander vergleichbare Länder und allemal ausreichend um in einem Internetforum über Kinos zu reden (dieser Umstand hat Dich ja wahrscheinlich auch ursprünglich dazu gebracht, diesen Vergleich zu starten).

Unabhängig davon bleibt der Punkt der Investitionen bestehen.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Agent K » Samstag 8. Dezember 2018, 08:12

Und ich halte die krampfhafte Suche nach technischen Vorsprung und Investitionen für eine Sackgasse. Die Innovationen von heute sind die Langeweiler von morgen (siehe 3D). Die Konkurrenz der Kinos sind bei uns nicht irgendwelche extravaganten High-Tech-Tempel, sondern Sommer, Sonne, Biergärten, Fußball, und Briefmarkengroße Bildschirme auf Smartphones & Co., da bringt mehr Exklusivität gar nichts. Unser Problem sind die Einskomma-irgendwas Kinobesuche pro Jahr, die der Durchschnitts-Deutsche aufbringt. Diese Masseträgheit überwindet man nicht mit höheren Preisen, sondern Kino muss wieder in die Köpfe. Idealerweise durch gute Filme. Lieber das inflationäre Filmangebot gesund schrumpfen, als die Anzahl der Spielstätten.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mara » Sonntag 9. Dezember 2018, 23:52

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 06:01
Ein bis zwei größere Kinos mit insgesamt 15 Leinwänden sind deutlich günstiger zu betreiben als sechs bis sieben einzelne Kinos mit gleicher Leinwandanzahl. Miete, Personal, Strom, Steuern, Rabatte durch größere Einkaufsmengen etc.
Und dennoch gilt: Je größer das (Gesamt-)Kino, desto teurer der Ticketpreis...

Natürlich wird es dann weniger Auswahl an Filmen geben, aber 30 Kinobesuche pro Jahr solltest Du auch bei einer Auswahl von 300 Filmen pro Jahr statt knapp 600 hinbekommen.
So pauschal lässt sich das nicht sagen, denn logischerweise habe ich nicht 30 Zeitfenster für Kinobesuche und gucke dann, was zu diesen Terminen läuft, sondern ich habe eine Wunschfilmliste und gucke, was davon gespielt wird und ob/wie ich das in meinem Terminplan unterbringe. Es wäre also sehr stark davon abhängig, welche 300 Filme übrigblieben. Angesichts Deines Konzepts mit lauter "Sälen 1" würden sich dabei wohl vor allem die ganz großen Blockbuster durchsetzen, die bei mir eher unterdurchschnittlich vertreten sind (und aufgrund häufiger Enttäuschungen auch noch seltener werden dürften), d. h. die übrigbleibende Auswahl dürfte für mich ungünstig ausfallen.

(@ Agent K: Das ist auch meine Idee von "Verbesserung": Nicht nur superduper neue Erfindungen, sondern weg mit den Schachtelsälen 5 - 15 aus den Multiplexen, da sich diese richtigerweise nicht viel vom Heimkino unterscheiden und dafür das was man in Saal 1 schon hat auch in Saal 2, 3, und 4 zur Verfügung stellen)
Ich bin eben der Meinung, dass wenn der Kinobesuch mit weniger Aufwand und Kosten verbunden ist, der "Abstand" zum Heimkino gar nicht so groß sein muss. Und wie schon gesagt: Warum können nicht unterschiedliche Kinos unterschiedliche Strategien verfolgen?

Kino wird auf lange Sicht nur überleben können, wenn Qualität über Quantität gestellt wird, um sich von Konkurrenzprodukten abzuheben.
Beim Motto Qualität über Quantität bin ich bei Dir, allerdings nicht auf die technischen Finessen bezogen, sondern, wie auch bei Agent K, auf die Filme und deren inhaltliche Qualitäten.

Ich verstehe natürlich, dass ein Haufen Filmschaffender davon (mehr oder weniger...) lebt, aber 10-15 oder mehr neue Filme pro Woche sind doch der totale Irrwitz, der dazu führt, dass vieles komplett untergeht und der Rest sich gegenseitig kannibalisiert. Letztens hat sich ein gelegentlicher Kinogänger bei mir beklagt, dass überhaupt kein zeitlicher Spielraum mehr bestünde, einen Film anzusehen, sondern man immer gleich in der ersten Woche reingehen müsste, weil man nicht davon ausgehen kann, dass er länger laufen wird. Und wenn man sich nicht ständig auf dem Laufenden hält, hat man schnell Filme verpasst, die man eigentlich gerne gesehen hätte. Ich kann gut verstehen, dass man da die Lust am Kino verliert.

Ich selbst bin bei kleinen Filmen, auf die ich viel Wert lege, immer zwischen Hoffen und Bangen, dass es (in ihrer ersten Woche) mit meinem vollgepackten Terminplan doch bitte irgendwie passend gemacht werden können möge.

Ich finde, man kann deswegen auch kaum noch Filme - gerade kleinere und mittlere, die von so einer Mundpropaganda am meisten profitieren könnten - empfehlen, weil man oft hinterherschicken muss: Tja, der ist aber leider schon fast überall durch und wenn Du den noch sehen willst, musst Du entweder sonstwo hinfahren oder ein paar Wochen bis Monate das Kinoprogramm der Region im Auge behalten, und hoffen, dass er nachgespielt nochmal in Deine Nähe kommt.

Also lieber weniger Filme und diesen mehr Zeit geben, sich zu entwickeln, die Chance, ein(e) Startwoche(nende) mit "schlechtem" Kinowetter zu kompensieren und mehr Menschen, die sich dafür interessieren, die Möglichkeit, sie auch zu sehen.

Und diese verbleibenden Filme dann mit ungewöhnlicheren, kreativeren Geschichten, die sich einprägen, statt mit immer dünneren, nichtssagenderen Handlungen und immer langweiligeren, schablonenhafteren Charakteren, deren Defizite mit "technischer Qualität" kompensiert werden soll. (Natürlich spricht nichts dagegen, wenn inhaltlich hochwertige Filme auch technisch hochwertig sind). Eben Filme, die es wert sind, dass man sie in der besonderen Atmosphäre des Kinos auf sich wirken lässt, statt sie daheim auf der Couch durchlaufen zu lassen, zwischendurch auf's Klo oder Bier holen zu gehen, am Smartphone rumzudaddeln oder mit den Freunden zu albern (ohne dadurch etwas Entscheidendes verpasst zu haben...)

Aber möglicherweise ist es tatsächlich so, dass wir es aktuell mit einer Generation zu tun haben, die das nicht nur nicht zu schätzen weiß, sondern auch gar nicht mehr in der Lage dazu ist.

Dann frage ich mich allerdings auch, wie lange die Blase "größer - besser - spektakulärer" noch halten wird, da ja zunehmend ein winziger Smartphone-Bildschirm auszureichen scheint, Hauptsache immer und überall verfügbar – und genauso schnell wieder unterbrochen, wenn etwas anderes spannender wird...

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Taipan » Mittwoch 12. Dezember 2018, 06:20

Mara hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 23:52
Beim Motto Qualität über Quantität bin ich bei Dir, allerdings nicht auf die technischen Finessen bezogen, sondern, wie auch bei Agent K, auf die Filme und deren inhaltliche Qualitäten.
Also eigentlich bist Du (und auch Agent) da ebenfalls bei mir, wie ich in meinem Post oben (und in weiteren hier im Forum) geschrieben habe.
Ich schreibe seit Jahren, dass die Strategie von Disney die richtige ist (wenige Filme, die von hoher Qualität sind). Alleine Warner, Sony und Lionsgate haben seit Anfang des Jahrzehnts zusammen knapp 600 Filme in den Markt gepumpt (!) und das ist schlichtweg zu viel.

Disney ist bisher das einzige Filmstudio, dass erkannt hat, wie der Hase läuft, aber es ist hier ein wenig paradox in der Sicht des Forums:
Anstatt die Studios zu kritisieren, die viel zu viel Müll auf den Markt werfen, wird stattdessen Disney als der Teufel angesehen, weil ja alles "disneyfiziert" und damit pöse wird (bei einem Filmanteil seitens Disney von knapp 2 % pro Jahr :ponder: ).

Wenn dann der Markt das Überangebot selbst reguliert, da die meisten Studiobosse es nicht von alleine verstehen, also ... sagen wir... zB durch eine Übernahme von Fox durch Disney, finden das dann auch wieder alle doof und pöse.

Naja egal...Also:

Dass Blockbuster nicht Dein Ding sind, ist ja legitim.
Dass Du keinen Wert auf "Saal 1 Technik" legst, ist auch ok.
Dass Du nicht weit fahren möchtest, um einen Film zu schauen, verstehe ich auch.
Dass Du nicht viel Geld für einen Film bezahlen möchtest. Agreed.

Dass das auf Dauer für die Kinobranche schwer umzusetzen ist, ist ein anderes Ding.

Aber ich habe eine gute Nachricht für Dich: All das, was Du möchtest, gibt es schon. Es nennt sich Netflix.

Und wenn man das nicht aufm Smartphone einschaltet, sondern auf nem 55 Zoll Fernseher, das Licht dimmt, sich ein paar Freunde einlädt und Mikrowellen Popcorn dazu macht, unterscheidet es sich gar nicht mehr so dolle von den kleinen Schachtelkinos ohne Soundanlage. Außer dass man besser sitzt.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Agent K » Mittwoch 12. Dezember 2018, 11:43

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 06:20
Und wenn man das nicht aufm Smartphone einschaltet, sondern auf nem 55 Zoll Fernseher, das Licht dimmt, sich ein paar Freunde einlädt und Mikrowellen Popcorn dazu macht, unterscheidet es sich gar nicht mehr so dolle von den kleinen Schachtelkinos ohne Soundanlage. Außer dass man besser sitzt.
Dann sollte man wohl auch Kneipen und Cafés "gesund schrumpfen". Denn da gibt es letztlich auch nichts, was ich in der heimischen Bar nicht exklusiver, billiger, und bequemer haben könnte. Da muss ich nicht auf Kellner warten, ich gebe mir selbst mein Trinkgeld, die Gäste kann ich mir auch selbst aussuchen, und ich werde nicht von einem Fernseher belästigt, in dem wochenlang nichts anderes als Fußball läuft...
High Tech und Größe sind keine Alleinstellungsmerkmale. Freizeitgestaltung lässt sich nicht dirigieren und kalkulieren wie eine Bank, eine Versicherung, oder ein Börsenunternehmen. Ich kenne auch einige Leute, die sich ihr eigenes Heimkino inklusive einiger Kubikmeter DVDs/BDs eingerichtet haben. Mit Kosten, für die man eine ganze Dekade lang ins Kino gehen könnte. Das war einige "Vorstellungen" lang hip, aber ebenso schnell wieder "out", und inzwischen ist es verschwendeter Platz, weil man sich lieber wieder im Kino trifft... so wie in einer Lieblingskneipe auch...

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Taipan » Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02

Agent K hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 11:43
Dann sollte man wohl auch Kneipen und Cafés "gesund schrumpfen". Denn da gibt es letztlich auch nichts, was ich in der heimischen Bar nicht exklusiver, billiger, und bequemer haben könnte. Da muss ich nicht auf Kellner warten, ich gebe mir selbst mein Trinkgeld, die Gäste kann ich mir auch selbst aussuchen, und ich werde nicht von einem Fernseher belästigt, in dem wochenlang nichts anderes als Fußball läuft...
High Tech und Größe sind keine Alleinstellungsmerkmale. Freizeitgestaltung lässt sich nicht dirigieren und kalkulieren wie eine Bank, eine Versicherung, oder ein Börsenunternehmen.
Ja es stimmt, dass man Kinos nicht mit der Finanzbranche vergleichen kann. Man kann es aber eben auch nicht mit Kneipen vergleichen. Die einzigen beiden Gemeinsamkeiten die Kino mit Bars, Cafes und Kneipen hat, sind, dass das außerhalb der eigenen vier Wände stattfindet und dass es Freizeit ist. Ansonsten verbindet die beiden nicht mehr als alle anderen Dinge, die man in der Freizeit macht, wie mit dem Hund spazieren gehen, in Urlaub fahren oder ins Schwimmbad gehen.

Ich habe das auch schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben: Kneipen und Bars haben im Gegensatz zum Kino nicht 80 % ihrer Besucher seit den 60er Jahren verloren. Wie bereits geschrieben besitzt Kino nicht diese starke soziale Komponente, die ihm hier im Forum beigemessen wird. Klar ist es "sozialer" als zuhause zu sitzen, aber weit entfernt von den sozialen Interaktionen des "Ausgehens".

Wenn man Kino mit anderen Freizeitaktivitäten vergleichen möchte, dann mit denen, die einem ebenfalls eine Präsentation von Unterhaltung auf einer Bühne oder einem Bildschirm bietet, wie zB Theater, Musical, Konzerte, Lesungen etc.
Und in dieser Kategorie kann sich Kino einfach immer weniger von der vergleichbaren Alternativen zuhause abheben. Oder anders ausgedrückt: Kino ohne Premiumerlebnis und ohne Zeitvorteil ggü. der Heimauswertung ist so, als wäre ein Konzert keine Live Performance des Künstlers, sondern das Abspielen seiner Musikvideos auf einer großen Leinwand.

Aber mal ne Frage: Was für Vorschläge habt ihr denn so, um das Kino zu "retten"?
Bisher habe ich hier Vorschläge gemacht und Mark in seiner Rede. Ansonsten habe ich hier bisher nur gehört, dass das was ich sage praktisch Blödsinn und nicht realisierbar ist und dass die "Filme besser werden sollen" ( Müssen wir jetzt nur noch den Produzenten sagen, dass sie bitte endlich mal die guten Scripts aus ihrer Schublade holen, die sie extra so lange versteckt haben um uns mit schlechten Filmen zu ärgern.)

Sonst noch Vorschläge, außer "Es muss alles billiger sein"? (Zumal wie oben gepostet 5 Euro pro Ticket ja auch noch einigen zu teuer ist.) oder dass was Mark geschrieben hat (worüber wir natürlich auch gerne diskutieren können, ob das alles zielführende Dinge sind)?

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Agent K » Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:44

Taipan hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02
...Kneipen und Bars haben im Gegensatz zum Kino nicht 80 % ihrer Besucher seit den 60er Jahren verloren...
Dann solltest vielleicht mal Kneipensterben googeln (Haupt-Katalysatoren: 1. Einführung des Rauchverbots, 2. spürbare Verteuerung im Rahmen der Euro Umstellung).
Die entscheidende Gemeinsamkeit im Rahmen der "Freizeit" liegt für mich darin, dass sie nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung, sondern auch in der Praxis für jedermann erschwinglich und bequem erreichbar sein muss. Freizeit ist ohne reale Einschränkungen verzichtbar, weil es genügend Alternativen gibt.
Und die "soziale Komponente" liegt darin, dass Formen der Freizeitgestaltung genau dann zu sterben beginnen, wenn in etablierten Cliquen Mehrheiten und Vorzüge wechseln. Da reicht es dann, wenn ein Einzelner sagt, dass es ihm zu teuer ist, oder er 3D nicht leiden kann, und die gesamte "Karawane zieht weiter". Von den Einzelkämpfern, die davon unabhängig sind, will die Freizeit-Branche nicht leben.
Taipan hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02
Was für Vorschläge habt ihr denn so, um das Kino zu "retten"?
Lösungen lieferst du ja auch nicht. Der Audi-Slogan "Vorsprung durch Technik" bleibt genauso auf der Behauptungsebene, wie der Ruf nach "besseren" Filmen. Weil Keiner weiß, was man sich darunter noch vorstellen und wie man es realisieren soll. Und weniger Kinos bedeutet ja auch nur eine Umverteilung, so dass die verbliebenen zahlungswilligen Kunden in weniger Spielstätten noch mehr bezahlen. Nicht die Ursachen werden behandelt, sondern man arrangiert sich mit den Symptomen. Da muss man kein Gesundschrupfen als Lösung propagieren, das regelt der Markt von alleine.

Der öffentlichen Wahrnehmung ihres Preis-/Leistungsverhältnisses muss sich die Branche stellen. Wer Aufschläge für diverse Premiumerlebnisse verlangt, der soll auch die Möglichkeit bieten, diese zu vermeiden, sonst wird es zum Premiumzwang. Ansonsten gilt es einfach, vorhandene Kunden ans Kino zu binden bzw. neue/zukünftige ans Kino zu gewöhnen. Das ist ein mühevoller und langsamer Prozess. Im Idealfall erreicht man das durch populäre Filme. Der Kino-Boom des Millennium-Wechsels wurde maßgeblich von Tolkien und Rowling geprägt. Alle Filme haben davon profitiert, weil Kino wieder in den Köpfen war (Hits generieren Hits). Wenn die Filme fehlen, dann dreht man halt am Preis. Und insbesondere die Franzosen machen da ja vor, dass dies sehr wohl funktionieren kann. Preiswertes Kino gilt bei uns als entgangener Gewinn. In Frankreich als Investition in die Zukunft...

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mara » Donnerstag 13. Dezember 2018, 22:56

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 06:20
Ich schreibe seit Jahren, dass die Strategie von Disney die richtige ist (wenige Filme, die von hoher Qualität sind). Alleine Warner, Sony und Lionsgate haben seit Anfang des Jahrzehnts zusammen knapp 600 Filme in den Markt gepumpt (!) und das ist schlichtweg zu viel.
Es ist mir ehrlich gesagt reichlich egal, von wem die Filme kommen, es geht mir um die Gesamtmasse. Ob Disney (pauschal) die Art von Qualität liefert, die ich mir vorstelle, sei jetzt mal dahingestellt. Aber jedenfalls hat Disney offensichtlich selbst gemerkt, dass man sich mit der ursprünglich geplanten, gierig-wahnwitzigen Star Wars-Frequenz selbst ins Knie schießt.

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 06:20
Dass Blockbuster nicht Dein Ding sind, ist ja legitim.
Dass Du keinen Wert auf "Saal 1 Technik" legst, ist auch ok.
Dass Du nicht weit fahren möchtest, um einen Film zu schauen, verstehe ich auch.
Dass Du nicht viel Geld für einen Film bezahlen möchtest. Agreed.

Dass das auf Dauer für die Kinobranche schwer umzusetzen ist, ist ein anderes Ding.
Du hast noch keinen Beweis erbracht, dass dem so ist. Wie gesagt, ich will das nicht für die gesamte Branche; genausowenig wie ich die allgemeine Abschaffung von technisch aufwändigen Blockbustern, riesigen Sälen mit allen Finessen und teuren Eventvorstellungen gefordert habe (oder behauptet habe, dass ich sowas nicht gelegentlich auch mal besuche). Das Stichwort ist Diversität!

Bei "meinen" kleinen Kinos merke ich im Moment auf jeden Fall nichts von Krisenstimmung. Das war vor ein paar Jahren deutlich anders. Als die Umstellung auf digitale Projektion unvermeidlich wurde, standen einige auf der Kippe, das ein oder andere war sogar für eine mehr oder weniger lange Zeit geschlossen. Aber letztendlich haben alle, mit Hilfe von Förderungen und/oder Crowdfunding, die Investition gewuppt, nicht wenige sind (eher zu meinem Leidwesen :roll: ) sogar 3D-fähig. Kein einziges hat dauerhaft zugemacht!

Derzeit ist mein Eindruck, dass die Lage entspannt ist; es läuft mindestens solide vor sich hin. Klar war der lange, heiße Sommer hart, aber - abgesehen davon, dass manche sowieso Sommerpause machen, Open Air-Betrieb haben oder diverse Festivals anbieten - vielleicht nicht ganz so hart wie für Multiplexe, die zum großen Teil von einem Publikum leben, das eher "zufällig" ins Kino geht, wenn das Wetter kein Schwimmbad oder Grillen im Park zulässt. Wer einen bestimmten Film sehen will, tut das dagegen unabhängig vom Wetter.

Vielleicht kommt die "Feindseligkeit" gegenüber dem "kleinskaligen" Geschäftsmodell ja auch gerade daher, dass hier doch eine spürbare Konkurrenz existiert, die mit allen technischen Neuerungen und organisatorischen Schikanen noch nicht totzukriegen war?

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 06:20
Aber ich habe eine gute Nachricht für Dich: All das, was Du möchtest, gibt es schon. Es nennt sich Netflix.

Und wenn man das nicht aufm Smartphone einschaltet, sondern auf nem 55 Zoll Fernseher, das Licht dimmt, sich ein paar Freunde einlädt und Mikrowellen Popcorn dazu macht, unterscheidet es sich gar nicht mehr so dolle von den kleinen Schachtelkinos ohne Soundanlage. Außer dass man besser sitzt.
... und statt der netten, engagierten Kinobetreiber vor Ort einen multinationalen Konzern unterstützt, der seine Mitarbeiter unter dem Feigenblatt der Eigenverantwortung ausbeutet und bei den "angefixten" Abonnenten schon noch früh genug die Daumenschrauben kräftig anziehen wird, um auch aus ihnen das letzte herauszuholen.

Solange ich zu einem halbwegs vertretbaren (Fahr-)Aufwand irgendwie die Möglichkeit habe, werde ich daher auch noch das allerkleinste Schuhschachtelkino Netflix und Co. vorziehen, selbst wenn ich irgendwann mal eine konkurrenzfähige Anlage daheim haben sollte. Ein Kinosterben auf diese Weise noch zu fördern, kommt für mich überhaupt nicht in Frage.

Und wenn ich damit zum letzten Einhorn werden sollte, wäre mir das auch egal. Falls es irgendwann soweit käme, wäre ich mit Stolz eine der letzten Besucherinnen in einer der letzten Vorstellungen in einem der letzten Kleinstadtkinos der Region!

Taipan hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02
Bisher habe ich hier Vorschläge gemacht und Mark in seiner Rede. Ansonsten habe ich hier bisher nur gehört, dass das was ich sage praktisch Blödsinn und nicht realisierbar ist und dass die "Filme besser werden sollen" ( Müssen wir jetzt nur noch den Produzenten sagen, dass sie bitte endlich mal die guten Scripts aus ihrer Schublade holen, die sie extra so lange versteckt haben um uns mit schlechten Filmen zu ärgern.)
Eigentlich gibt es schon genug gute Filme. Man müsste nur den ganzen Schrott streichen. ;)

Taipan hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02
Sonst noch Vorschläge, außer "Es muss alles billiger sein"? (Zumal wie oben gepostet 5 Euro pro Ticket ja auch noch einigen zu teuer ist.) oder dass was Mark geschrieben hat
Ich weiß nicht, ob sich das auf mich bezieht, aber ich finde 5 Euro nicht zu teuer. Ich zahle tatsächlich gelegentlich nur 5 Euro in kommunalen Kinos und freue mich dann immer über dieses Extrem-Schnäppchen. Auch den Bereich bis 7 Euro finde ich ich noch günstig. 7-8 Euro sind ebenfalls noch OK, ab 8 Euro denke ich dann schon ernsthaft darüber nach, ob es mir das für diesen Film wert ist. Über 10 Euro zahle ich - zähneknirschend - nur in absoluten Ausnahmefällen. (Das alles gilt für mich als einzelne Erwachsene; Kinder/Jugendliche/Familien haben natürlich andere Schmerzgrenzen und verdienen entsprechende Rabatte.)

Ausgedrückt in der Anzahl Kinobesuche, die ich zu dem jeweiligen "Regelpreis" zu tätigen bereit wäre, sähe das etwa so aus:

<= 7 Euro -> um die 30 Kinobesuche / Jahr
7-10 Euro -> um die 10 Kinobesuche / Jahr
> 10 Euro -> um die 4 Kinobesuche / Jahr

Da kann man sich leicht ausrechnen, bei welchem Preismodell ich am wenigsten und bei welchem am meisten Geld ins Kino tragen würde. "Mitgeschleppte" Begleiter, weitere nach Gefallen eines Films "angeworbene" Besucher und Verzehr - wobei der sich bei mir sowieso sehr in Grenzen hält, bei zu teurem Eintritt dann aber auch ganz auf Null fällt - noch gar nicht einkalkuliert.

Mara
Kinojahr 2019: 30 Besuche, 184 €, TOP: Astrid, Die Gefährten (SEE), Der Junge muss an die frische Luft, Fall Collini, mid90s, Rocketman, Atlas, Tolkien, Styx, I am Mother, Systemsprenger, Joker, Parasite

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Taipan » Freitag 14. Dezember 2018, 06:47

Agent K hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:44
Dann solltest vielleicht mal Kneipensterben googeln
Ja habe ich auf deinen Hinweis hin getan und es stimmt, dass die Anzahl der Kneipen gesunken ist.

Gleichzeitig ist die Anzahl der Bars und Systemgastronomie gestiegen, da sich die Präferenzen der Jugend eben weg von der Spelunke hin zu szenelastigen Locations verändert hat. Zusätzlich hat die Vorsitzende der DEHOGA geschrieben, dass ein großes Problem die Vereinsheime darstellen, die unter dem Deckmantel der Eigennützigkeit zunehmend professionell ausgestattete Zapfbetriebe errichten und damit eine Gesetzteslücke nutzen, die Umsatzsteuer umgehen und somit nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen und durch den Preisvorteil und die noch persönlichere Bindung zu den Gästen die Kneipen aus dem Markt drängen.

Ein weiterer Grund ist die zunehmende Diversifizierung der Gesellschaft und damit einhergehend die Zunahme von Menschen, die entweder keinen Alkohol konsumieren oder aufgrund ihrer Kultur gar nichts mit Kneipen anfangen können (Stichwort Zunahme Shisha Bars). Der Umsatz in der Gastro und somit wohl auch ungefähr die Anzahl der Besucher (falls nicht auf einmal alle 10 Bier statt fünf trinken) ist gleich geblieben.

Bevor Du jetzt wieder darauf eingehst und dann ich wieder, schlage ich jedoch vor, dass wir das Feld der Kneipen verlassen und uns erstmal wieder um die Kinobranche kümmern.
Agent K hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:44
Die entscheidende Gemeinsamkeit im Rahmen der "Freizeit" liegt für mich darin, dass sie nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung, sondern auch in der Praxis für jedermann erschwinglich und bequem erreichbar sein muss. Freizeit ist ohne reale Einschränkungen verzichtbar, weil es genügend Alternativen gibt.
Diese Definition trifft aber auf ganz viele Dinge, die allgemein als Freizeitaktivität gelten überhaupt nicht zu. Folgendes ist nicht für jedermann erschwinglich und nicht überall verfügbar:
Musicals, Skifahren, Bundesligaspiel besuchen, Konzerte, Opern, jedwede Art von Urlaub, Steakhäuser, Angeln, Fallschirmspringen usw.

Klar gibt es genügend Freizeitaktivitäten, die es gratis oder günstig und überall gibt. Aber es steht ja nirgendwo geschrieben, dass Kino zu dieser Gruppe gehören und für alle erschwinglich sein muss. Kino erfüllt auch keinen Bildungsauftrag. Der einzige Grund warum Kino mehr oder weniger für alle erschwinglich ist, ist der weil es offensichtlich eine Preisgrenze gibt, die der Kunde bereit ist zu zahlen und die Unternehmen der Meinung sind, dass sie mit der vorhandenen Preisstruktur den meisten Umsatz generieren. Würden die Kinos und sie Studios mehr Umsatz machen, wenn der Preis pro Vorstellung bei 50 Euro liegen würde, würden sie es noch heute nachmittag umsetzen.
Agent K hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:44
Lösungen lieferst du ja auch nicht. Der Audi-Slogan "Vorsprung durch Technik" bleibt genauso auf der Behauptungsebene, wie der Ruf nach "besseren" Filmen. Weil Keiner weiß, was man sich darunter noch vorstellen und wie man es realisieren soll.
Ich habe ja bereits oben auf einen meiner früheren Posts verwiesen
http://www.forum.insidekino.com/viewtop ... 4ae#p57492

Für mich sind die Zusammenhänge schlüssig.

Generell zu sagen, dass das alles Behauptungen sind und zu nichts führen, kann man ja machen, aber dann könnte man ja nie etwas ändern. Zusätzlich wurde meine Theorie ja auch durch die Statistitk der Kinobranche aus UK bestätigt.
Agent K hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:44
Nicht die Ursachen werden behandelt, sondern man arrangiert sich mit den Symptomen.
Wahrscheinlich liegt hier auch der Hauptgrund, warum meine Meinung von vieler anderer abweicht. Ich bin tatsächlich der Meinung, dass es nur darum gehen kann Symptome abzumildern. Die Ursachen zu behandeln, würde bedeuten die Zeit zurückzudrehen und Fernseher, DVD, Blue Ray, VHS, das Internet, Videospiele und Streaming abzuschaffen.
Mara hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 22:56
Das Stichwort ist Diversität!

Vielleicht kommt die "Feindseligkeit" gegenüber dem "kleinskaligen" Geschäftsmodell ja auch gerade daher, dass hier doch eine spürbare Konkurrenz existiert, die mit allen technischen Neuerungen und organisatorischen Schikanen noch nicht totzukriegen war?
Diversität ist doch super und ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit Feindseligkeit meinst? Ich habe doch gar nichts gegen kleine Kinos. Ich mag sie und fände es ja auch schön wenn alles so weiter laufen kann, wie bisher. Das ändert aber nichts daran, dass ich nicht glaube, dass das auf Dauer funktionieren wird.

Das hier:
Mara hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 22:56
... und statt der netten, engagierten Kinobetreiber vor Ort einen multinationalen Konzern unterstützt, der seine Mitarbeiter unter dem Feigenblatt der Eigenverantwortung ausbeutet und bei den "angefixten" Abonnenten schon noch früh genug die Daumenschrauben kräftig anziehen wird, um auch aus ihnen das letzte herauszuholen.

Solange ich zu einem halbwegs vertretbaren (Fahr-)Aufwand irgendwie die Möglichkeit habe, werde ich daher auch noch das allerkleinste Schuhschachtelkino Netflix und Co. vorziehen, selbst wenn ich irgendwann mal eine konkurrenzfähige Anlage daheim haben sollte. Ein Kinosterben auf diese Weise noch zu fördern, kommt für mich überhaupt nicht in Frage.

Und wenn ich damit zum letzten Einhorn werden sollte, wäre mir das auch egal. Falls es irgendwann soweit käme, wäre ich mit Stolz eine der letzten Besucherinnen in einer der letzten Vorstellungen in einem der letzten Kleinstadtkinos der Region!
hört sich ja auch sehr nobel an und ich mag Menschen, die sich für eine gute Sache einsetzen. Wir unterscheiden uns aber wohl eindeutig in dem Punkt, was wir als gute Sache definieren.

Es gibt für mich einfach viele andere Dinge, die bedeutend wichtiger sind und mein persönliches Engagement benötigen und bekommen, als die Kinobranche. Klar kann man jetzt sagen "Ja man kann ja auch beides machen" aber da sollte man dann auch wirklich ehrlich zu selbst sein, ob man das auch tut und nicht nur die Moralkeule gegen große Konzerne schwingen, getippt auf einem Produkt aus Fabriken in denen ganz andere Zustände herrschen.

Wir können uns gern auf der Seite des WWF Deutschland treffen und dort über wichtige Dinge diskutieren, aber ob ich in der Filmbranche einen großen Konzern unterstütze oder den kleinen Betreiber um die Ecke, ist mir ehrlich gesagt egal.
Taipan hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 06:02
Sonst noch Vorschläge, außer "Es muss alles billiger sein"? (Zumal wie oben gepostet 5 Euro pro Ticket ja auch noch einigen zu teuer ist.) oder dass was Mark geschrieben hat
Mara hat geschrieben:
Donnerstag 13. Dezember 2018, 22:56
Ich weiß nicht, ob sich das auf mich bezieht, aber ich finde 5 Euro nicht zu teuer.
Nein das bezog sich auf einen Kommentar weiter oben "5 Tickets für Stück 5 Euro" oder so ähnlich.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Agent K » Freitag 14. Dezember 2018, 11:39

Taipan hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 06:47
Aber es steht ja nirgendwo geschrieben, dass Kino zu dieser Gruppe gehören und für alle erschwinglich sein muss. Kino erfüllt auch keinen Bildungsauftrag. Der einzige Grund warum Kino mehr oder weniger für alle erschwinglich ist, ist der weil es offensichtlich eine Preisgrenze gibt, die der Kunde bereit ist zu zahlen und die Unternehmen der Meinung sind, dass sie mit der vorhandenen Preisstruktur den meisten Umsatz generieren. Würden die Kinos und sie Studios mehr Umsatz machen, wenn der Preis pro Vorstellung bei 50 Euro liegen würde, würden sie es noch heute nachmittag umsetzen.
Nichts anderes behaupte ich ja, da bin ich ganz bei dir. Das ist genau der Eindruck, den die "Kinobranche" derzeit hinterlässt. Da macht man sich ja nicht mal mehr die Mühe das zu kaschieren. Da werden nur noch Grenzen im Kontext der Gewinnoptimierung ausgelotet, und der Dschungel aus Zuschlägen bis zum tatsächlich Ticketpreis hat schon fast die Komplexität eines Smartphone-Vertrages. Wenn ich persönlich kaum noch ins Kino gehe, dann liegt das nicht daran, dass ich mir das nicht mehr leisten kann oder will, sondern daran, dass man kaum noch jemanden findet, der mitgeht, weil deren Schmerzgrenze längst überschritten wurde. Und ich habe seit mindestens 3 Jahren keinen 3D-Film mehr gesehen, weil ein Kinoaufenthalt ohne Brille für mich nicht nur angenehmer, sondern auch noch günstiger ist. Bei Filmen, die ausschließlich in 3D-Laufen, bzw. die nächste 2D-Version zig Kilometer entfernt sind, warte ich lieber auf die BD. So viel zum Thema technische Innovationen.
Der Trend, dass Verleiher/Kinos lieber über hochpreisige Tickets und weniger Kinobesucher ihre Gewinne erwirtschaften, statt die gleichen Gewinne über preiswertere Tickets und höhere Besucherzahlen, ist ungebrochen, weil es schneller geht. Und die Kinos werden ja auch ganz kalkuliert ein immer unbedeutenderer Faktor in der gesamten Verwertungskette. Je schneller man da durch ist, desto besser für die Verleiher. Aber dann kann ich mir die Suche nach "Lösungen" getrost sparen. Dieser Trend ist so unaufhaltsam wie der Klimawandel.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mara » Sonntag 23. Dezember 2018, 18:39

Bevor ich "aktuell" antworte, noch ein Gedanke zu Marks Kolumne, der mir gekommen ist, als ich sie noch einmal gelesen habe:

Nicht nur der Preis ist der Grund, warum die Leute nicht mehr 5 bis 50 Mal in ihren Lieblingsfilm sehen. Sondern auch, weil die Filme zu schnell aus den Kinos verschwinden, um halbwegs realistisch auf größere, möglicherweise sogar zweistellige, Sichtungszahlen zu kommen. Natürlich sind 50 Mal ein absoluter Extremwert (Dirty Dancing? :D) - aber wenn man das mal heranzieht, bräuchte man dafür, selbst wenn man täglich ins Kino gehen könnte und wollte, über sieben Wochen. So lange muss der Lieblingsfilm - weitverbreitet, für den Liebhaber gut erreichbar - erstmal laufen! (Natürlich gibt es die "Oldies" mit beeindruckenden Gesamtspielzeiten, aber das sind ja dann einzelne und vermutlich immer wechselnde Säle über ganz Deutschland verstreut, also für den individuellen Filmfan nicht erreichbar bzw. nur, wenn er komplett verrückt ist. ;))

Ich habe letztes Jahr das Glück gehabt, meinen (relativ kleinen) Lieblingsfilm 4 Mal im Kino sehen zu können, aber nur deshalb, weil er mit etwas Abstand zu seiner "normalen" Spielzeit noch in verschiedenen Kunstkinoreihen durch die Region kam. :)


Taipan hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 06:47
Diversität ist doch super und ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit Feindseligkeit meinst? Ich habe doch gar nichts gegen kleine Kinos. Ich mag sie und fände es ja auch schön wenn alles so weiter laufen kann, wie bisher. Das ändert aber nichts daran, dass ich nicht glaube, dass das auf Dauer funktionieren wird.
Mit "Feindseligkeit" (bewusst in den Anführungszeichen) meine ich, dass Du, ohne ein Argument dafür anzubringen, partout nicht akzeptieren willst, dass ein solches Geschäftsmodell funktionieren könnte. Überlass doch diese Entscheidung den Betreibern der kleinen Kinos, die werden schon wissen / merken, ob sie überleben können. Und wie zuvor erläutert, in meinem kleinen Umkreis sehe ich im Gegensatz zu vor ein paar Jahren im Moment kein Siechtum.

Sondern tendenziell einen wachsenden Zulauf, vielleicht weil die Leute merken, hoppla, da kann ich ja auch zum kleinen bis akzeptablen Preis relativ wohnungsnah ins Kino gehen. Vielleicht muss ich ein paar Abstriche bei Größe/Technik machen, dafür habe ich eine familiäre Atmosphäre, in der ich mich willkommen und wohl fühle, und die Menschen, die mir die Eintrittskarte und die Fressalien verkaufen, stehen hinter dem, was sie da tun, sind freundlich und gut gelaunt, statt dass ich in einem anonymen Riesenkasten von gelangweilten bis genervten Billigstkräften abgefertigt werde und mich als reines Umsatzvieh fühle.

Wenn es so eine Entwicklung tatsächlich gäbe, wäre eine Höllenangst der Multiplexbetreiber absolut verständlich.

Taipan hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 06:47
Es gibt für mich einfach viele andere Dinge, die bedeutend wichtiger sind und mein persönliches Engagement benötigen und bekommen, als die Kinobranche. Klar kann man jetzt sagen "Ja man kann ja auch beides machen" aber da sollte man dann auch wirklich ehrlich zu selbst sein, ob man das auch tut und nicht nur die Moralkeule gegen große Konzerne schwingen, getippt auf einem Produkt aus Fabriken in denen ganz andere Zustände herrschen.
Ob und für welche "wichtigeren Dinge" ich mich sonst noch engagiere, tut nichts zur Sache. Wir sind hier in einem Kinoforum, da diskutieren wir Kino. Und die Verve, die Du hier an den Tag legst, lässt zumindest vermuten, dass es Dir auch nicht ganz egal ist. ;)

Ja, ich weiß, dass wir alle Teil eines Systems sind, aus dem wir nicht ganz rauskommen, sofern wir nicht zum Komplettaussteiger werden wollen. Und es ergibt sich die schizophrene Situation, dass man Dinge wider besseres Wissen nutzt. Manchmal gibt es eben keine echten Alternativen oder die Alternativen sind mit so vielen Widrigkeiten verbunden, dass man sich dagegen entscheidet.

Während ich Netflix durchaus seine Geschäftspraktiken vorwerfe, würde ich daher niemandem einen Vorwurf dafür machen, wenn er Filme auf Netflix statt im Kino schaut, weil das für ihn einfach die bessere Lösung ist (auch wenn ich es bedauerlich finde und glaube, dass ihm mit dem Kinoerlebnis etwas entgeht). Für mich ist Kleinstadtkino vs. Netflix aber sogar eine Win-Win-Situation, da es nicht nur eine "gute Tat" ist, sondern auch tatsächlich die bessere Wahl für mich persönlich - in Bezug auf die Größe und Qualität von Bild und Ton sowie die Möglichkeit des Einlassens auf den Film.


Da Agent K. beim Thema 3D war: Ich gehöre auch zu den weitgehenden 3D-Boykottierern. Bisher habe ich ganze zwei Filme in 3D gesehen. Einen vor mehreren Jahren, um es mal zu testen (und ich fand es überflüssig bis störend), und gerade aktuell Mortal Engines, weil wir in der Gruppe schon einen fixen Termin an einem fixen Ort hatten, zu dem der Film dann aber in 2D nur zu für uns völlig unbrauchbaren Zeiten lief (und ich fand es wieder überflüssig bis störend... und das für einen Preis, der mir normalerweise für zwei bis zweieinhalb Kinobesuche reicht... :roll: ).

Dennoch habe ich in den letzten Jahren nahezu alle 3D-Filme, die mich interessiert haben, im Kino gesehen, eben dank der kleinen Kinos, die sie grundsätzlich in 2D und daher auch zu "ganz normalen" Zeiten spielen. Für mich ist die "Verbannung" der 2D-Fassungen auf unattraktive Zeiten und unterdimensionierte Säle ganz klar Kalkül, um den Mythos aufrechterhalten zu können, dass die Leute 3D sehen wollen. Wenn 2D-Fassungen absolut gleichwertig liefen, würde die "Abstimmung mit den Füßen" sicher anderes besagen...

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mattis » Montag 24. Dezember 2018, 13:07

Frohe Weihnachten euch allen. Lasst es euch gut gehen und mögen die Kinos in diesen Tagen geflutet werden.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Agent K » Montag 24. Dezember 2018, 20:52

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Beitrag von Mark_G » Sonntag 24. März 2019, 18:03

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Beitrag von Mattis » Sonntag 24. März 2019, 19:13

Wir reden hier von einer Branche, die ihren zahlenden Kunden Spots übers Raubkopieren vorgesetzt hat...Nichts ist unmöglich.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von MH207 » Montag 25. März 2019, 21:07

Mark_G hat geschrieben:
Sonntag 25. November 2018, 18:49
Vielleicht im Nachgang dazu passend dieses gestern erschienene Interview:

Cineplex-Geschäftsführer Kim Ludolf Koch: 'Die Startplanpolitik der Verleiher ist ein konstantes Ärgernis
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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von arni75 » Montag 25. März 2019, 22:42

Die angesprochene Startproblematik deutscher Filme hängt maßgeblich an den Förderterminen von FFA und Ländern, ist teilweise also systemimmanent.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mark_G » Mittwoch 2. Oktober 2019, 12:43

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von scholley007 » Dienstag 29. Oktober 2019, 09:08

Herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit. 😊 Auf die nächsten 18 Jahre.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von student a.d. » Dienstag 29. Oktober 2019, 09:13

Ich wünsche insidekino ebenfalls alles gute zum 18. Geburtstag. Ich bin zwar noch keine 18 Jahre dabei, aber immerhin schon seit über 10 Jahren eine Treue Seele. Für mich ist insidekino ein fester Bestandteil in meinem Alltag, wenn es um das Thema Film geht und daraus absolut nicht wegzudenken. Ich hoffe dass es diese Seite noch viele, viele Jahre geben wird. :)
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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Lativ » Mittwoch 30. Oktober 2019, 18:41

Herzlichen Glückwunsch zum 18 Jährigen ! :Up:

Im großen und ganzen möchte ich mich den Worten des Studenten und Scholley anschließen und dieser Seite bzw. dir Mark alles gute für die Zukunft wünschen. :)

Übrigens gibt es noch die Drebins ?
So ruhig um sie geworden.

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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von Mark_G » Samstag 16. November 2019, 13:26

Danke für die Geburtstagswünsche! :-)

Ich hab mal im Web-Archiv nachgesehen, um mal wieder aufzufrischen wie IK früher aussah...

Wer sehen möchte, wie IK im Alter von zehn 1/2 Monaten (das erste Mal als das Archiv IK gespeichert hat) aussah: http://web.archive.org/web/200210082117 ... dekino.de/
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Re: Mark G.s Allerlei

Beitrag von student a.d. » Sonntag 17. November 2019, 15:24

Mark_G hat geschrieben:
Samstag 16. November 2019, 13:26
Danke für die Geburtstagswünsche! :-)

Ich hab mal im Web-Archiv nachgesehen, um mal wieder aufzufrischen wie IK früher aussah...

Wer sehen möchte, wie IK im Alter von zehn 1/2 Monaten (das erste Mal als das Archiv IK gespeichert hat) aussah: http://web.archive.org/web/200210082117 ... dekino.de/
Schön bunt. :D
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