Werbung und Trailer

Neuigkeiten der Film- und Kinobranche, die nichts oder wenig mit Box Office zu tun haben
Antworten
Mara
Fan
Fan
Beiträge: 82
Registriert: Donnerstag 21. November 2013, 13:43

Werbung und Trailer

Beitrag von Mara » Freitag 26. April 2019, 21:27

Da ich (hoffentlich nur) momentan meines Stammkinos beraubt bin, gehe ich wohl oder übel häufiger in Multiplexe und muss mich mit den dortigen Werbungsgepflogenheiten auseinandersetzen.

In den kleinen Kinos, in die ich ansonsten üblicherweise gehe, ist die Werbung zum einen angenehm kurz (um die 15 Minuten) und folgt zum anderen der klassischen Gliederung, erst Produktwerbung, dann ggf. Eispause, dann Trailer, dann Hauptfilm.

Mal abgesehen von der wirklich zähen, für mich ungewohnten Länge, bis dann endlich mal der Film losgeht, scheint sich in Multiplexen dagegen die Strategie durchgesetzt zu haben, Produktwerbung und Trailer zu durchmischen.

Die Zielsetzung dahinter ist mir klar: Man hofft, dass die Leute die Produktwerbung aufmerksamer verfolgen, wenn die Trailer dazwischen kommen. Ich fürchte aber, dass - gerade in Kombination mit der Gesamtdauer des Werbeblocks - der Schuss eher nach hinten losgeht, dass nämlich die Leute die Trailer nicht mehr richtig wahrnehmen, weil sie während der Werbung noch quatschen, aufs Klo gehen, Fressaliennachschub holen und/oder am Smartphone daddeln - sofern sie nicht sowieso von vorneherein einplanen, erst eine halbe Stunde nach offiziellem Beginn ihre Plätze einzunehmen... Zumal die Trailer dann auch beim noch helleren Licht des Werbeblocks laufen und dadurch nicht so wirken können, während "klassisch" dafür ja schon runtergedimmt wird.

Bei mir persönlich merke ich auch, dass ich für den langen Werbeblock zusehe, dass ich noch eine Beschäftigung habe und den Trailern dann oft auch nur noch ein halbes Auge schenke ("Ach, den hab ich schon letzte Woche gesehen" - "Nee, der interessiert mich eh nicht"). Die kompakten 15+ Minuten Werbeblock dagegen schaue ich mir als Bestandteil des Gesamt-Kinopakets durchgehend an, sogar wenn ganz furchtbare Trailer dabei sind. ;)

Außerdem vermisse ich das allmähliche Eintauchen in das Erlebnis Kino, das die "klassische" Abstufung ermöglicht, die Einstimmung auf den Hauptfilm durch die am Ende des Werbeblocks kommenden Trailer. Teilweise fühle ich mich richtig in den Film "hineingeschmissen", wenn er direkt nach der Produktwerbung kommt. Und die ersten paar Male, als ich noch nicht darauf eingestellt war, war ich richtiggehend verärgert, als ich nach den Trailern direkt den Film erwartet habe und dann nochmal mit Produktwerbung belästigt wurde...

Wie seht ihr die Durchmischung von Produktwerbung und Trailern, sowohl für euer persönliches Kinoerlebnis als auch für die allgemeine Wirksamkeit von Trailern?

Mara
Kinojahr 2019: 25 Besuche, 152 €, TOP: Astrid, Die Gefährten (SEE), Der Junge muss an die frische Luft, Fall Collini, mid90s, Rocketman, Atlas, Tolkien, Styx, I am Mother

Benutzeravatar
Mark_G
Mister Optimistic
Mister Optimistic
Beiträge: 7835
Registriert: Freitag 12. Juli 2013, 18:42
Wohnort: Augsburg
Kontaktdaten:

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Mark_G » Freitag 26. April 2019, 22:20

Bin voll und ganz Deiner Meinung. Ich hasse es, wenn Werbung und Trailer durchmischt werden...
Nothing Compares 2 U

scholley007
Maniac
Maniac
Beiträge: 2004
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 16:26

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von scholley007 » Freitag 26. April 2019, 23:06

Same here. Explizit die Einführung des "Presenters" - also eines Werbespots, der NACH dem Trailerblock (wenn halt noch als solcher vorhanden) und noch VOR dem Hauptfilm geschaltet wird, geht mir SCHWER!!! auf den Zeiger.
Man könnte wirklich denken, dass der Film wegen dem man ins Kino geht, nach dem Popcorn-Verkauf und den Werbespots langsam aber sicher ein Schattendasein führt.
Richtig bedenklich empfinde ich die Entwicklung, dass mittlerweile (gefühlt) nur noch Trailer vorab gezeigt werden, die auf Blockbuster die in 3 bis 6 oder 9 Monaten starten hinweisen. Und die mittelschwere Ware, die schon in den nächtsten 2 oder 3 Wochen startet, kaum noch beworben wird. Auch da sind mit Sicherheit noch Endverbraucherinteressen zu wecken. Besonders, wenn der eine oder andere Blockbuster sich dann als Niete entpuppt und die "Ausweichmöglichkeiten" die parallel dazu starten jenseits der Wahrnehmungsgrenze gehalten wurden.....

Taipan
Obsessed
Obsessed
Beiträge: 1225
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 15:49

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Taipan » Samstag 27. April 2019, 08:57

Also ich gehe zu über 90 % in die UCI Kinos und da gibt es keine Durchmischung.

Nach der Werbung folgt die Ankündigung "Und jetzt viel Spaß bei den kommenden Filmhighlights" und dann startet der Trailerblock. Wenn man einen 3D oder Imax Film guckt, folgt in diesem Block irgendwann die Aufforderung die Brille aufzusetzen und es kommen dann noch die Trailer, die in 3D gezeigt werden. Dann kommt glaub ich noch einmal Werbung für die UCI Flatrate und dann gibt es den Trailer für die "Haupttechnik"(Dolby Atmos, Imax, usw.). Insbesondere dieser ist für mich immer ein absolutes Highlight und die perfekte Einstimmung auf den Hauptfilm, den Imax Countdown Trailer habe ich bisher nur einmal gesehen und fand ihn herausragend.

Insofern: Keine Problem hier.

student a.d.
Du bist jetzt berechtigt, einen eigenen Beinahmen zu wählen
Du bist jetzt berechtigt, einen eigenen Beinahmen zu wählen
Beiträge: 3810
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 12:28

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von student a.d. » Samstag 27. April 2019, 09:09

Für mich persönlich empfinde ich die Durchmischung nicht sonderlich als Problem.

Allerdings sehe ich es wie mara, dass durch die Durchmischung viele Zuschauer den Trailern nicht mehr so viel aufmerksamkeit schenken wie früher.
BEST OF 2018: THE SHAPE OF WATER, DER HAUPTMANN, TRANSIT, DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT + LADY BIRD.
FLOP 2018: THE 15:17 TO PARIS, DAS KRUMME HAUS, HOT DOG

Benutzeravatar
MH207
Mod
Mod
Beiträge: 9271
Registriert: Sonntag 14. Juli 2013, 21:26

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von MH207 » Sonntag 28. April 2019, 13:35

Hierzulande in den Multiplexen (egal ob Cineplex/CxX) kam zuerst der "Presenter" (meist zielte es auf die Thematik rund um das Mobiltelefonieren ab), dann die generelle Durchmischung von Werbeblöcken und Trailern und neuerdings darf sich auch noch der Werbepartner vor den Hauptfilm setzen ...

Ich sehne mich fast schon zu den Zeiten nach der Finanzkrise zurück, als höchstens drei, vier Produktwerbungen (meist auch noch regionaler Firmen) gespielt wurden und dann wie aus dem Lehrbuch ein klassischer Trailerblock kam ...
Kinojahr 2019 (19.10.):B.O. 113,50 bei 16 Bes.: RAMBO V (-),AD ASTRA (+),ANGEL/FALLEN (-),AVENGERS:ENDGAME (o),PETS2 (o), ANNABELLE3 (o),VERACHTUNG (+),JOHN WICK 3 (+),KUSCHELTIERE (o),GODZILLA II (-),CPT MARVEL (o),WIR (o)

Mara
Fan
Fan
Beiträge: 82
Registriert: Donnerstag 21. November 2013, 13:43

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Mara » Dienstag 30. April 2019, 23:07

Vielen Dank für die Antworten! Da scheinen wir uns ja weitestgehend einig zu sein, was der Diskussion natürlich nicht gerade Treibstoff liefert. ;)

Bei mir war es übrigens überwiegend CineStar, aber ich meine, dass es bei Kinopolis und CinemaxX auch nicht anders gewesen wäre.


Ansonsten möchte ich noch auf diesen Punkt von scholley007 eingehen:
scholley007 hat geschrieben:
Freitag 26. April 2019, 23:06
Richtig bedenklich empfinde ich die Entwicklung, dass mittlerweile (gefühlt) nur noch Trailer vorab gezeigt werden, die auf Blockbuster die in 3 bis 6 oder 9 Monaten starten hinweisen. Und die mittelschwere Ware, die schon in den nächtsten 2 oder 3 Wochen startet, kaum noch beworben wird. Auch da sind mit Sicherheit noch Endverbraucherinteressen zu wecken. Besonders, wenn der eine oder andere Blockbuster sich dann als Niete entpuppt und die "Ausweichmöglichkeiten" die parallel dazu starten jenseits der Wahrnehmungsgrenze gehalten wurden.....
Das Problem habe ich in letzter Zeit nicht beobachtet. Der einzige zeitlich weiter entfernte Blockbuster, der beworben wurde (dafür dann aber auch bei so ziemlich jeder Vorstellung seit Anfang des Jahres) war "König der Löwen". Beim letzten Kinobesuch kam dann noch "Once Upon a Time in Hollywood" dazu.

Ansonsten waren es vorwiegend Trailer für die nächsten 1-2 Monate und auch viele kleinere Filme. Wobei man dazu sagen muss, dass bei meiner Filmauswahl auch nicht gerade mit dem klassischen Blockbuster-Publikum zu rechnen ist. ;)

Bin mal die April- und Mai-Starts durchgegangen und von denen habe ich (aus dem Kopf) in den letzten paar Wochen folgende Trailer gesehen:

Monsieur Claude II
Shazam!
After Passion
Niemandsland
Der Fall Collini
Meisterdetektiv Pikachu
Glam Girls
Stan & Ollie
The Silence
The Sun is also a Star
Aladdin
Rocketman

Also eine recht bunte Mischung. Wobei sie bei mir ehrlich gesagt trotzdem und unabhängig von der Durchmischung nicht viel gefruchtet haben: Zwei der Filme standen ohnehin schon auf meiner Liste, der Rest hat es auch durch den Trailer nicht draufgeschafft...

Mara
Kinojahr 2019: 25 Besuche, 152 €, TOP: Astrid, Die Gefährten (SEE), Der Junge muss an die frische Luft, Fall Collini, mid90s, Rocketman, Atlas, Tolkien, Styx, I am Mother

Kaero
Groupie
Groupie
Beiträge: 211
Registriert: Donnerstag 25. Juli 2013, 20:03

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Kaero » Sonntag 5. Mai 2019, 16:43

Ich kann mir vorstellen, dass die Kinos eine Klage verlieren würden. Schließlich verkaufen sie Karten, wo jeweils der Filmbeginn angeführt wird.
Wenn ich mir die 17:30 Uhr-Vorstellung anschauen will, erwarte ich mir im Idealfall, dass der Film um 17:30 beginnt. Man zahlt ja auch den Betrag, den die Karte kostet und davon kann ich auch nicht abweichen.
Wenn einer genug Euros übrig hat, klagt er/sie vielleicht: Die Folge könnte sein, dass, ähnlich wie bei Karten für ein Fußballspiel Beginn (also Einlass) und Anpfiff separat ausgewiesen werden müssen. Umgelegt auf's Kino: Werbungs- und Trailer-Beginn, eigentlicher Filmbeginn.

Klar würde dann (zu recht) niemand die Werbung schauen. Aber die Kinos haben meiner Meinung nach den Bogen schon längst überspannt.

Invincible1958
Maniac
Maniac
Beiträge: 1641
Registriert: Dienstag 16. Juli 2013, 20:45

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Invincible1958 » Sonntag 5. Mai 2019, 17:44

Kaero hat geschrieben:
Sonntag 5. Mai 2019, 16:43
Ich kann mir vorstellen, dass die Kinos eine Klage verlieren würden. Schließlich verkaufen sie Karten, wo jeweils der Filmbeginn angeführt wird.
Wenn ich mir die 17:30 Uhr-Vorstellung anschauen will, erwarte ich mir im Idealfall, dass der Film um 17:30 beginnt. Man zahlt ja auch den Betrag, den die Karte kostet und davon kann ich auch nicht abweichen.
Wenn einer genug Euros übrig hat, klagt er/sie vielleicht: Die Folge könnte sein, dass, ähnlich wie bei Karten für ein Fußballspiel Beginn (also Einlass) und Anpfiff separat ausgewiesen werden müssen. Umgelegt auf's Kino: Werbungs- und Trailer-Beginn, eigentlicher Filmbeginn.

Klar würde dann (zu recht) niemand die Werbung schauen. Aber die Kinos haben meiner Meinung nach den Bogen schon längst überspannt.
Aber das liegt doch aus Sicht der Kinos an den Filmverleihern.
Wenn die nicht den Großteil des eingenommenen Ticketgeldes einstreichen würden, dann würden die Kinos nicht so stark auf andere Einnahmequellen wie dem Werbeblock vor dem Film setzen müssen.

Zu deinem Vorschlag: immer wenn ich nachfrage, bekomme ich von den Mitarbeitern im Kino die genaue Minutenanzahl des Werbeblocks genannt. Das heisst: sie akzeptieren es, wenn die Zuschauer bewusst dann erst nach 27 Minuten oder wie lang der Block auch immer gehen mag den Saal betreten.

Benutzeravatar
Mark_G
Mister Optimistic
Mister Optimistic
Beiträge: 7835
Registriert: Freitag 12. Juli 2013, 18:42
Wohnort: Augsburg
Kontaktdaten:

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Mark_G » Sonntag 5. Mai 2019, 17:55

Immer mehr unabhängige Kinos entscheiden sich aber bewusst, überhaupt keine (betriebsfremde) Werbung mehr zu zeigen...
Nothing Compares 2 U

arni75
Obsessed
Obsessed
Beiträge: 871
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 12:15

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von arni75 » Sonntag 5. Mai 2019, 17:59

Ich frage auch immer nach dem HF-Beginn und plane entsprechend. Ansonsten gilt: Am meisten verdienen die Kinos immer noch an den Concessionumsätzen, danach am Ticket (fast immer den größeren Teil des Kartenpreises) und ganz am Ende stehen Werbeerlöse (teilweise sind Kinotrailer bei Kinos auch zusätzliche Einnahmen). Vermutlich verzichten deshalb etliche Kinos auf klassische Werbung, weil deren Erlöse nicht im Verhältnis zum Aufwand dafür stehen (gerade in Zeiten zurückgehender Besucherzahlen).

Benutzeravatar
mercy
Maniac
Maniac
Beiträge: 1564
Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2014, 19:23

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von mercy » Montag 6. Mai 2019, 01:59

Wir kriegen gebuchte Werbung durch eine Drittfirma zugeteilt. Das variiert aber stark nach Blockbustern und Jahreszeit. Einfluss haben wir darauf nicht. Dann gibt es auch direkte Filmwerbung, die in der Regel zwischen Trailern und Hauptfilm liegen. Die haben oft auch ein Bezug zum jeweiligen Film. Aktuell haben wir das bei Avengers. Meist ist das deutschlandweit geschaltet (siehe Pickup-Werbung vor Endgame).

Wir haben immer die goldene Regel von 15 Minuten Vorprogramm an Trailern und Werbung. So sind die Gäste zu 90% auch alle rechtzeitig da und nervende Nachzügler gibt es nur wenig.

Mara
Fan
Fan
Beiträge: 82
Registriert: Donnerstag 21. November 2013, 13:43

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Mara » Dienstag 7. Mai 2019, 22:26

Hier war ja doch noch mal was los. :)

Dass Kinomitarbeiter Auskunft zum Beginn des Hauptfilms geben, finde ich nicht verwunderlich. Es ist ja nicht so, dass die Werbekunden sich melden lassen, wie viele Zuschauer schon während der Werbung im Saal sitzen bzw. dabei tatsächlich auf die Leinwand schauen.

Natürlich dürfte das Phänomen der mehr oder weniger gezielten Später-Reingeher genauso bekannt sein wie das berühmte Bier holen / auf's Klo gehen / Wegzappen bei der Fernsehwerbung, aber offenbar scheinen die Werbekunden es hier wie da immer noch als lohnenswert anzusehen, Spots zu schalten. Wahrscheinlich zahlen sie aber so wenig, dass viele Kinos (genau wie Fernsehsender) es über die Masse zu machen versuchen.

Nochmal anders sähe das natürlich aus, wenn es nach dem von Kaero beschriebenen Klageszenario systematisiert würde, so dass es einen offiziellen Werbungs- und einen offiziellen Hauptfilmbeginn gibt. Das könnte dann zu einem Einbruch des Kino-Werbemarktes führen.

Andererseits gibt es aber auch Gründe, zeitig im Kino zu sein: Abholfrist bei Ticketreservierung, zur Sicherheit wenn ohne Ticketreservierung, unerwartet ausgebliebener Stau... Und da Foyer und Umfeld der Kinos nicht immer attraktiv für einen Aufenthalt sind und es sich wegen 30-45 Minuten selten lohnt, noch woanders hinzugehen, sage ich mir dann meistens, dass ich mich genausogut schon in den Kinosessel setzen kann und dann halt die Werbung über mich ergehen lasse.

Und wie gesagt, einen Werbeblock in angemessener Länge von rund 15 Minuten schaue ich mir auch bereitwillig an, auch unter dem Aspekt, dass er seinen Beitrag dazu leistet, dass sich das Kino finanzieren kann, und wenn's nur ein kleiner ist.

Es wäre schön, wenn auch die Großkinos sich zu so einer angemessenen Länge durchringen könnten. Ich denke, von so einer Balance könnten alle profitieren: Die Werbekunden, weil ihre Spots nicht nur laufen, sondern auch vermehrt tatsächlich angesehen werden, die Zuschauer, weil sie sich nicht mehr über so lange Werbeblöcke ärgern müssen / nicht so viel Zusatzzeit für den Kinobesuch einplanen müssen und die Kinos, weil bei derart erfreuten Zuschauern eine größere Chance besteht, dass sie wiederkommen.

Mara
Kinojahr 2019: 25 Besuche, 152 €, TOP: Astrid, Die Gefährten (SEE), Der Junge muss an die frische Luft, Fall Collini, mid90s, Rocketman, Atlas, Tolkien, Styx, I am Mother

Taipan
Obsessed
Obsessed
Beiträge: 1225
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 15:49

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Taipan » Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13

Mara hat geschrieben:
Dienstag 7. Mai 2019, 22:26
Es wäre schön, wenn auch die Großkinos sich zu so einer angemessenen Länge durchringen könnten. Ich denke, von so einer Balance könnten alle profitieren: Die Werbekunden, weil ihre Spots nicht nur laufen, sondern auch vermehrt tatsächlich angesehen werden, die Zuschauer, weil sie sich nicht mehr über so lange Werbeblöcke ärgern müssen / nicht so viel Zusatzzeit für den Kinobesuch einplanen müssen und die Kinos, weil bei derart erfreuten Zuschauern eine größere Chance besteht, dass sie wiederkommen.
Du kannst aber nicht einfach sagen: "Die kleinen Kinos machen es supertoll und ""die" Großkinos machen es schlecht."

Es gibt wahrscheinlich -wie immer- hüben wie drüben gute und schlechte. Wie schon bei meinem ersten Post hier im Thema kann ich Deine Feststellung für die UCI absolut nicht teilen. Der Werbeblock ging bei Avengers 20 Minuten, inkl. Trailerblock mit fünf oder sechs Trailern.

Natürlich ist es bei Avengers auch der Länge des Films geschuldet, dass nicht eine Stunde Werbung laufen kann, aber dennoch gab es den Trailerblock und aufgrund der dort gezeigten Filme und der Reihenfolge, kann man ausschließen, dass es dort einen oder mehrere "Zwangstrailer" von Disney gab. (Spiderman und Star Wars liefen zB nicht und König der Löwen irgendwann zwischendrin und zwar der alte und nicht als Imax Version). Den Trailerblock hätten sie also ohne Probleme weg lassen oder reduzieren können, wenn sie mehr Werbung hätten zeigen wollen. Auch die letzten Male, wo ich im Kino war, war die Werbung überschaubar kurz.

Auf die Ticketreservierung muss ich bei UCI auch nicht warten, da ich ja nur mein Handy brauche (und früher die Tickets einfach am Automaten geholt habe). Zusätzlich gab es den Service, die Kunden per Infotafel darauf hinzuweisen, dass es keine Post Credit Szene gibt. Lange Schlangen an den Theken gab es auch nicht, obwohl es relativ voll war (waren einfach genug offene Kassen vorhanden). Dazu Imax (ohne störende Verdunklung durch Shutter), gemütliche Sitze individuell einstellbar und einen Sound, so dass ich mich gefragt habe, ob es noch in jedem Sitz nen extra Bass gibt.

Alles in allem eine ziemlich perfekte Kinovorstellung (außer natürlich, dass ein "Menü" mit Cola und Nachos 10 Euro kostet und damit ungefähr genauso viel wie ein Besuch beim Griechen um die Ecke)

Wie es bei anderen Kinoketten aussieht weiß ich nicht. Ins Cinemaxx gehe ich seit der Star Wars VII Misere nicht mehr und Cinestar gibt es bei uns nicht.

Mara
Fan
Fan
Beiträge: 82
Registriert: Donnerstag 21. November 2013, 13:43

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Mara » Mittwoch 8. Mai 2019, 23:03

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Du kannst aber nicht einfach sagen: "Die kleinen Kinos machen es supertoll und ""die" Großkinos machen es schlecht."
Die Großkinos, die bereits Werbung in einer angemessenen Länge haben, brauchen sich von meiner Wunschvorstellung ja nicht angesprochen zu fühlen. ;) Und in den kleinen Kinos, in die ich gehe, habe ich noch nie einen überlangen Werbeblock erlebt. Aber gerne kann ich es noch präziser formulieren:

Es wäre schön, wenn die Kinos, die exzessiv lange Werbeblöcke haben, sich auch zu so einer angemessenen Länge durchringen könnten.

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Es gibt wahrscheinlich -wie immer- hüben wie drüben gute und schlechte. Wie schon bei meinem ersten Post hier im Thema kann ich Deine Feststellung für die UCI absolut nicht teilen. Der Werbeblock ging bei Avengers 20 Minuten, inkl. Trailerblock mit fünf oder sechs Trailern.
UCI gibt es in meinem Einzugsbereich wiederum nicht, so dass ich das nicht beurteilen kann. Was die Ketten betrifft, spreche ich über CineMaxx, CineStar und Kinopolis. Die geben sich bei der Werbeblocklänge quasi nichts; auch bei den blockbusterfernen, oft spärlich besuchten Filmen, die ich meistens anschaue, fühlt sich der Werbeblock endlos lang an.

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Auf die Ticketreservierung muss ich bei UCI auch nicht warten, da ich ja nur mein Handy brauche (und früher die Tickets einfach am Automaten geholt habe).
Ich meinte nicht das Warten am Schalter. Damit habe ich generell selten Probleme, da ich meistens zu Zeiten gehe, die offenbar unbeliebt sind. Jedenfalls in den Großkinos. Die kleinen sind oft auch unter der Woche nachmittags / abends richtig gut besucht.

Ich meinte vielmehr, dass man bei Reservierung das Ticket bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Vorstellungsbeginn abgeholt haben muss, sonst verfällt die Reservierung und der Platz kann anderweitig verkauft werden. Ohne Kundenkarte sind das in der Regel 30 Minuten, mit Kundenkarte 15 Minuten.

Abgesehen davon können sich vor Automaten auch Schlangen bilden bzw. sie können defekt sein. Auf die Dinger verlasse ich mich daher nur ungern. Außerdem bekommt man dort soweit ich weiß nur vorab gekaufte Tickets (was ich selten mache), nicht aber die reservierten, da die ja erst noch bezahlt werden müssen.

Handyticket nehme ich ebenfalls nicht. Ich liebe meine Kinokarte aus Papier/Pappe in der Hand! (Und finde die Kassenbons, die es bei CineStar statt eines "richtigen" Tickets gibt, furchtbar. Da nehme ich doch lieber die nostalgischen bunten Abreißkarten der kleinen kommunalen Klitschen. :))

Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Zusätzlich gab es den Service, die Kunden per Infotafel darauf hinzuweisen, dass es keine Post Credit Szene gibt.
Wer so einen Service braucht... ;) Ich bleibe immer* bis zum Ende des Abspanns sitzen. Diese Zeit nehme ich mir wesentlich lieber als die für die Werbung, denn der Abspann gehört für mich zum Film und zum Wiederauftauchen aus der Welt, in die er mich entführt hat, dazu.

* Seltene Ausnahmen: Wenn ich deswegen den ÖPNV verpassen würde und extrem lange auf die nächste Verbindung warten müsste oder wenn ich fürchten muss, dass mein Auto für die Nacht im Parkhaus eingeschlossen wird. :o

Mara
Kinojahr 2019: 25 Besuche, 152 €, TOP: Astrid, Die Gefährten (SEE), Der Junge muss an die frische Luft, Fall Collini, mid90s, Rocketman, Atlas, Tolkien, Styx, I am Mother

Taipan
Obsessed
Obsessed
Beiträge: 1225
Registriert: Montag 15. Juli 2013, 15:49

Re: Werbung und Trailer

Beitrag von Taipan » Sonntag 26. Mai 2019, 06:20

Mara hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 23:03
Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Auf die Ticketreservierung muss ich bei UCI auch nicht warten, da ich ja nur mein Handy brauche (und früher die Tickets einfach am Automaten geholt habe).
Ich meinte vielmehr, dass man bei Reservierung das Ticket bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Vorstellungsbeginn abgeholt haben muss, sonst verfällt die Reservierung und der Platz kann anderweitig verkauft werden. Ohne Kundenkarte sind das in der Regel 30 Minuten, mit Kundenkarte 15 Minuten.

Abgesehen davon können sich vor Automaten auch Schlangen bilden bzw. sie können defekt sein. Auf die Dinger verlasse ich mich daher nur ungern. Außerdem bekommt man dort soweit ich weiß nur vorab gekaufte Tickets (was ich selten mache), nicht aber die reservierten, da die ja erst noch bezahlt werden müssen.

Handyticket nehme ich ebenfalls nicht. Ich liebe meine Kinokarte aus Papier/Pappe in der Hand! (Und finde die Kassenbons, die es bei CineStar statt eines "richtigen" Tickets gibt, furchtbar. Da nehme ich doch lieber die nostalgischen bunten Abreißkarten der kleinen kommunalen Klitschen. :))
Ja ich finde Eintrittskarten auch schöner und behalte diese ggf. auch (allerdings primär nicht bei Kinofilmen, sondern anderen Events). Die Zeiten ändern sich jedoch, das gehört dazu und das haben sie schon immer getan. In zehn Jahren oder so wird es vielleicht gar keine analogen Karten mehr geben. (Anmerkung: die UFA Eintrittskarten aus den 80ern bis Mitte der 2000er fand ich übrigens alles andere als "hübsch" ;) )
Mara hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 23:03
Taipan hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 06:13
Zusätzlich gab es den Service, die Kunden per Infotafel darauf hinzuweisen, dass es keine Post Credit Szene gibt.
Wer so einen Service braucht... ;) Ich bleibe immer* bis zum Ende des Abspanns sitzen. Diese Zeit nehme ich mir wesentlich lieber als die für die Werbung, denn der Abspann gehört für mich zum Film und zum Wiederauftauchen aus der Welt, in die er mich entführt hat, dazu
Ich denke die meisten finden so einen Service gut. Ist ja ok, dass Du bis zum Ende des Abspanns im Kino sitzen bleibst. Das machen aber tatsächlich nur die wenigsten. Auch in der Zeit, als ich noch im Kino beschäftigt war, waren es ganz wenige Einzelfälle, die bis zum Ende sitzen blieben. Es gibt natürlich ein paar Filme, bei denen der Anteil höher war, weil es sich um Filme handelt, die einen wirklich in ihren Bann ziehen, aber das tun eben bei weitem nicht alle. Ich selbst bleibe in 90 % der Fälle sitzen, bis der "Vorabspann" zu Ende ist (mir fällt kein besseres Wort dafür ein). Also bis zu dem Zeitpunkt, wo Cast und Hauptcrew genannt wurden und die laufenden Credits beginnen.

PS: Bis in die späten Siebziger gab es übrigens so gut wie nie einen Abspann. Das hat eigentlich erst George Lucas modern gemacht (und ist dadurch aus der Gewerkschaft geflogen). Bei 99% der Filme vor Star Wars stand am Ende "The End" und fertig.

Wie oben bereits geschrieben: Die Zeiten ändern sich. Immer wieder. Und Menschen tendieren dazu, das was sie selbst kennen gelernt haben, als absoluten Standard zu sehen, der nicht verändert werden darf.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast